Chronik | Welt
13.11.2018

Nach Tanker-Unfall: Norwegische Fregatte fast komplett gesunken

Vier Tage nach der Kollision ist das Armeeschiff "Helge Ingstad" weiter vom Ufer weggerutscht.

Vier Tage nach ihrer Kollision mit einem Tanker bei Bergen ist die norwegische Fregatte " Helge Ingstad" am Uferhang abgerutscht und fast komplett versunken. Dienstagfrüh ragten nur noch der Radarturm und Teile des Hecks aus dem Wasser. Nach Angaben der norwegischen Seeverteidigung liegt das Schiff nun wieder stabil.

Das Militär hatte in den vergangenen Tagen versucht, das schwer beschädigte Schiff mit Stahlseilen an Land zu halten. Am Abend senkte sich das Bug und gegen Mitternacht wurde es als zu gefährlich angesehen, weiter an der Sicherung zu arbeiten. In der Nacht rissen schließlich alle Seile und das Schiff rutschte den Uferhang herab tiefer ins Wasser.

Der materielle Schaden sei nun vermutlich noch größer, sagte ein Sprecher der Seeverteidigung. Das Kriegsschiff hatte an der NATO-Übung "Trident Juncture" teilgenommen und war mit zahlreichen Waffen ausgerüstet.

Warum die "Helge Instand" in der Nacht auf Donnerstag mit dem Tanker zusammenstieß, ist weiter unklar. Dem Funkverkehr zufolge wurde die Fregatte mehrfach vor einer Kollision gewarnt.