© REUTERS/LEONHARD FOEGER

Chronik Welt
01/18/2021

Mehrere Tote bei Lawinenabgängen in der Schweiz

Gefährliche Lage seit dem Wochenende. Schweiz zählte bis Montag bereits 14 Lawinentote.

Die Neuschneemassen und die hohe Lawinengefahr - es herrsch die zweithöchste von fünf Alarmstufen - werden offensichtlich von Skifahrern in der Schweiz unterschätzt. Die prekäre Lawinensituation hat am Wochenende und zum Wochenbeginn in der Schweiz mehrere Wintersportlern das Leben gekostet. Die Zahl der Lawinentoten in diesem Winter stieg in Österreichs Nachbarland damit auf 14.

In Verbier hat am Montag Vormittag außerhalb der Piste eine Lawine zehn Skifahrer mitgerissen. Die Einsatzkräfte der Rettungskolonne und die Lawinenhundeführer wurden mit Helikoptern an den Ort des Geschehens geflogen. Den Rettungskräften gelang es, die verschütteten Skifahrer, die alle mit einem Lawinensuchgerät ausgerüstet waren, aus den Schneemassen zu befreien.

Brite erliegt Verletzungen

Ein 38-jähriger Brite mit Wohnsitz in Verbier wurde allerdings so schwer verletzt, dass er noch auf der Unfallstelle starb. Ein zweiter Skifahrer wurde mit schweren Verletzungen ins Spital nach Sitten geflogen.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Polizei sucht Zeugen.

Im Spital verstorben

In der Nähe von Gstaad ist ebenfalls am Sonntagnachmittag ein Skifahrer außerhalb der markierten Pisten von einer Lawine tödlich verletzt worden. Er war erst nach längerer Suche im Schnee gefunden worden und starb kurz nach seiner Einlieferung im Spital.

In Verbier verunglückte am Sonntag auch ein 46-jähriger Schwede außerhalb der Piste tödlich. Der Mann war offenbar bei Nebel und Schneetreiben über ein rund sechs Meter hohes Felsband abgestürzt.

Am Samstag waren bei Lawinenniedergängen in Engelberg, auf dem Stoos und auf dem Gotschna bereits drei Menschen ums Leben gekommen.

Gemäß dem Institut für Schnee und Lawinenforschung SLF hat es in diesem Winter in der Schweiz bisher 77 Lawinenunfälle gegeben, bei denen insgesamt 104 Menschen erfasst wurden. Die Zahl der Todesopfer erhöht sich nach den jüngsten Unfällen auf insgesamt 14.

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