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Flüchtlingsboot vor Mauretanien: 140 Menschen vermisst

Die Route zu den Kanaren „bleibt eine der weltweit tödlichsten“.
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Nach mehreren Vorfällen mit Booten vor der Küste Mauretaniens sind dort nach UNO-Angaben mehr 140 Menschen ums Leben gekommen oder werden vermisst. Die Flüchtlinge und Migranten hätten die gefährliche Überfahrt von Westafrika nach Europa versucht, teilte das UNHCR am Dienstag mit. Die Route zu den Kanaren „bleibt eine der weltweit tödlichsten“ wegen langer Strecken, der Bedingungen auf See, nicht seetauglichen überfüllten Booten und wenig Chancen auf schnelle Rettung.

In vergangenen Tagen meldeten Behörden in Mauretanien, dass ein aus Gambia gestartetes Boot mit etwa 160 Menschen an Bord in Seenot geraten sei. Nach mehr als drei Wochen Fahrt sei der Treibstoff ausgegangen. Schon nach zehn Tagen hätten die Menschen keine Lebensmittel und Wasser mehr gehabt, weshalb sie Meerwasser hätten trinken müssen. 37 Menschen seien gerettet worden und 120 weitere würden vermisst, teilte Mauretaniens Fischereiministerium mit.

Aus dem benachbarten Senegal war nach mauretanischen Angaben zudem ein Boot mit etwa 180 Menschen an Bord gestartet, die bei einem Einsatz der Küstenwache alle gerettet worden seien. Das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) berichtete von mehr als 380 Menschen, die von einem weiteren und damit insgesamt drei Vorfällen im Laufe etwa einer Woche sicher an Land gebracht worden seien.

Auf den Kanarischen Inseln kamen dieses Jahr nach UNO-Angaben bisher 4.400 Menschen bei irregulären Überfahrten an - ein Rückgang um etwa 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach Rekordzahlen im Jahr 2024 war die Zahl bereits im vergangenen Jahr gesunken. Als Gründe gelten strengere Kontrollen und Abkommen der EU beziehungsweise Spaniens mit nord- und westafrikanischen Ländern.

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