Identitätsbetrug? Mann gewinnt im Lotto – und bekommt kein Geld

Lottobälle auf grünem Hintergrund.
Ein Fall in den USA zeigt, dass ein bürokratischer Fehler einen Lotto-Spieler fast seinen Gewinn gekostet hat.

Für einen US-Amerikaner ist der Traum vom kleinen Lotto-Gewinn fast geplatzt: Carl McCain aus North Carolina spielte am 4. November 2025 bei der Mega-Millions-Ziehung der NC Education Lottery mit. Er tippte vier richtige Zahlen und freute sich über einen Gewinn von 800 US-Dollar (circa 681 Euro)

Doch die Freude über das Geld hielt nicht lange: McCain wurde die Auszahlung des Gewinns vorerst verweigert. 

Lottogewinn sollte Schulden begleichen 

Der Mann machte sich auf den Weg zum Regionalbüro der North Carolina Education Lottery, um seinen Gewinn abzuholen. "Ich habe das Formular ausgefüllt, ihnen mein Ticket gegeben, mich hingesetzt und gewartet“, sagte McCain gegen abc 7 Chicago. Doch anstatt seines Lottogewinns hielt der US-Amerikaner plötzlich einen Bescheid in der Hand, in dem es hieß, dass er Schulden beim Staat oder den lokalen Behörden habe. Gemäß dem Lotteriegesetz des Bundesstaates würde sein Gewinn abzüglich der Steuern zur Tilgung der Schulden verwendet werden. 

McCain erklärte, dass ihm ein Mitarbeiter darauf hingewiesen habe, dass er Schulden in den Landkreisen Lenoir County und Wayne County begleichen müsse: "Ich sagte: 'Nun, ich war noch nie dort. Ich kenne dort niemanden'", erinnerte sich der Mann zurück. 

Identitätsbetrug aufgeflogen? 

Carl McCain kontaktierte die Behörden und ihm wurde bestätigt, dass keine Schulden bestehen würden. Doch als der Lottospieler seine Sozialversicherungsnummer nannte, erlebte er eine Überraschung. Die Behörden erklärten ihm, dass die Nummer "eines anderen Mannes" mit seinem Namen abgeglichen wurde. Obwohl McCain mehr darüber erfahren wollte, wurde ihm keine weitere Auskunft gegeben. Die Landkreise versicherten ihm, dass sie dem Irrtum auf den Grund gehen werden. 

Nachdem die Ermittlungen über einen Monat weiterhin angedauert hatten, wendete sich der verzweifelte US-Amerikaner an Diane Wilson von ABC11. Die Journalistin ist aufgrund ihrer tiefgründigen Recherchearbeit als "Problemlöserin" in den Medien bekannt.  

Nachdem die North Carolina Education Lottery von Wislon und ihrem Team kontaktiert wurde, konnte McCain endlich aufatmen. Sein Gewinn konnte überwiesen werden und sie haben die Sozialversicherungsnummer aus ihrer Datenbank gelöscht. Das Lenoir County erklärte, dass die Schulden, die angeblich von McCain angehäuft wurden, über zehn Jahre zurückliegen. Demnach könnte die Aufforderung diese zu begleichen mit einer Verwechslung im System zusammenhängen. Wie es zu dem Fehler kam, ist bis dato noch unklar.

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