Kreuzfahrtschiff steckt im Eis fest: Gäste stoßen mit Champagner an

Der US-Eisbrecher “Polar Star” nähert sich der im Packeis festsitzenden “Scenic Eclipse II” im Rossmeer der Antarktis.
Das Luxuskreuzfahrtschiff Scenic Eclipse II steckte im antarktischen Packeis fest. Während der Rettung wurde den Passagieren Champagner serviert.

Bei dem 168 Meter lange Luxuskreuzfahrtschiff Scenic Eclipse II kam es auf einer Antarktik-Expeditionsreise zu einem Zwischenfall: Das Schiff geriet im Rossmeer in immer dichter werdendes Packeis, blieb schließlich stecken und konnte aus eigener Kraft nicht mehr weiterfahren. Der Vorfall ereignete sich bereits am 17. Jänner, nun wurde offizielles Videomaterial von der Rettungsaktion veröffentlicht.

Kreuzfahrtschiff blieb im Packeis stecken

Die Schiffs-Crew setzte am Tag des Geschehens einen Funkspruch ab und bat um Hilfe. Glücklicherweise war der US-amerikanische Eisbrecher Polar Star, der leistungsstärkste Eisbrecher der US-Küstenwache, zufällig in der Nähe. Dieser hatte gerade den 50. Jahrestag der Indienststellung und befand sich auf dem Weg in die Antarktis für die jährliche Eisbrecher- und Versorgungsmission "Operation Deep Freeze". 

Wie die U.S. Coast Guard Pacific Area, die Küstenwache für den Pazifikraum, in einer Presseaussendung berichtet, musste der Eisbrecher das Kreuzfahrschiff zwei Mal umkreisen, um die dicke Eisfläche zu durchbrechen und eine Navigationsspur zu schaffen.

Eisbrecher war zufällig in der Nähe

Anschließend eskortierte der Polar Star die Scenic Eclipse II rund vier Seemeilen, bis sich das Kreuzfahrtschiff wieder in offenem, eisfreiem Gewässer befand. In den sozialen Medien veröffentlichte die US-Küstenwache nun ein Video sowie Fotomaterial von der spektakulären Rettungsaktion. 

Passagieren wurde Champagner ausgeschenkt

Kapitän James Griffiths, General Manager der Ocean Operations der Scenic Group, erklärte:

"Wir waren dankbar für die Professionalität und die gute Zusammenarbeit der Besatzung der USCG Polar Star während unserer Operationen im Rossmeer. Obwohl die Scenic Eclipse II nie auf Rettungsdienste angewiesen war, ermöglichte die Koordination beider Schiffe eine sichere und effiziente Navigation durch das wechselnde Packeis."

In einer Stellungnahme betonte die australische Reederei Scenic Luxury Cruises & Tours, dass für die rund 200 Passagiere zu keiner Zeit Gefahr bestanden habe. Während der Rettungsaktion, die von der Reederei als "Highlight für die Gäste" bezeichnet wurde, wurde den Passagieren auf dem Aussichtsdeck sogar Champagner ausgeschenkt.

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