USA

Gefährliche Social-Media-Challenge: Teenager stürzt 15 Meter von Brücke

Ein 16-Jähriger ist in New York bei einer mutmaßlichen Social-Media-Challenge rund 15 Meter tief in einen Schacht gestürzt.
Foto vom Einsatz des Feuerwehr- und Rettungsteams bei dem Vorfall an der Queensboro Bridge

Ein 16-Jähriger ist am 16. Februar von der Queensboro Bridge in New York 15 Meter in die Tiefe gestürzt. Nach Angaben der Polizei nahm der Teenager an einer Social-Media-Challenge teil. Er wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert.

Teenager in Schachtdeckel gefallen

Wie der Sender CBS New York unter Berufung auf das Fire Department of the City of New York (FDNY) berichtete, ereignete sich der Vorfall gegen 21 Uhr. Die Feuerwehrleute entdeckten am Einsatzort einen Schuh sowie Blutspuren in der Nähe eines geöffneten Schachts. Der Jugendliche war demnach rund 15 Meter tief in einen engen Versorgungsschacht gefallen. 

Polizei: Social-Media-Challenge als Auslöser

Nach Informationen der NYPD hatte sich der 16-Jährige gemeinsam mit Freunden auf der Brücke aufgehalten, um eine Social-Media-Challenge zu filmen. Als er stürzte, hätten ihn seine Begleiter zurückgelassen. Die Polizei äußerte sich bislang nicht zu möglichen Ermittlungen gegen weitere Beteiligte oder zu konkreten Details der Challenge.

16-Jährige überlebte nur knapp

Die Rettung gestaltete sich extrem schwierig. Mithilfe von Seilen, Gurten und spezieller Höhenrettungsausrüstung wurde der Teenager schließlich geborgen. Er wurde mit schweren Kopfverletzungen ins Spital gebracht. Die New York City Police Department (NYPD) teilte laut der Zeitung The New York Post mit, der Jugendliche befinde sich in "stabilem, aber kritischem Zustand".

"Es handelte sich um eine Rettung in einem engen Raum – eine sehr schwierige, zeitaufwendige und personalintensive Operation. Wir mussten mit Höhenrettungsausrüstung arbeiten, Seile einsetzen, die Luftqualität überwachen und sichere Anschlagpunkte schaffen."

von FDNY-Vizechef Nicholas Corrado äußerte sich auf einer Pressekonferenz

Ermittlungen dauern an

Auf Nachfrage des People-Magazins befindet sich der Jugendliche weiterhin in medizinischer Behandlung. Die Behörden untersuchen derzeit die genauen Umstände des Sturzes.

Wachsende Sorge um riskante Online-Trends

Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie gefährlicher Social-Media-Aktionen, bei denen Jugendliche und junge Erwachsene teils lebensgefährliche Risiken eingehen, um Aufmerksamkeit im Internet zu erzielen. Behörden in den USA warnen seit Jahren vor sogenannten "High-Risk"-Challenges, die häufig das Betreten gesperrter Bereiche oder gefährlicher Bauwerke beinhalten.

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