Hitzeschock: Eingesperrter Zweijähriger gestorben

Missbrauchsfall Lügde - Kreispolizeibehörde Lippe
Der Polizei zufolge wird dem Vater vorgeworfen, sein Kind verdurstet haben zu lassen.

Ein Zweijähriger soll im deutschen Essen - in einem Zimmer eingesperrt - an einem Hitzeschock gestorben sein. Nach dem Fund des toten Buben am Wochenende hat das Jugendamt Details veröffentlicht. Der 31 Jahre alte Vater sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft hatte er den Buben mindestens 17 bis 18 Stunden nicht versorgt. Für das Kind sei die Zimmertür verschlossen gewesen.

Familie war dem Jugendamt bekannt

Der Polizei zufolge wird dem Vater vorgeworfen, sein Kind verdurstet haben zu lassen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft äußerte sich der Vater nicht dazu, warum er den Buben eingesperrt hatte. Die Mutter sei zu dieser Zeit nicht in Essen gewesen. Gegen sie ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Totschlags durch Unterlassen.

Die Obduktion des Zweijährigen habe ergeben, "dass das Kind aufgrund eines Kreislaufversagens in Folge eines Hitzeschocks verstorben ist", teilte die Polizei mit. Bis zum Ende der Ermittlungen bleiben die ein und vier Jahre alten Geschwister des Buben in der Obhut einer Pflegefamilie. Die Familie wurde bereits seit Ende des vergangenen Jahres vom Jugendamt betreut.

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