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Hantavirus: Kanadier nach Evakuierung vom Schiff positiv getestet

Patient und Lebensgefährte mit milden Symptomen im Krankenhaus.
Infizierte kamen am 12. Mai in Eindhoven an.

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" ist ein von dem Schiff evakuierter Passagier in Kanada positiv getestet worden. Der Erkrankte habe sich im kanadischen Bundesstaat British Columbia in Quarantäne befunden und sei "vorläufig positiv" auf die Andes-Variante des Hantavirus getestet worden, erklärte am Samstag das kanadische Gesundheitsministerium. Es handle sich um einen von vier kanadischen Passagieren, die an Bord der "Hondius" mitgereist waren.

Der Patient und dessen Lebensgefährte seien mit milden Krankheitssymptomen zur weiteren Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht worden.

Der Hantavirus-Ausbruch auf der "Hondius" hatte sich während einer Kreuzfahrt von Argentinien zu den Kapverden ereignet. Es handelte sich um das Andesvirus, den einzigen Hantavirusstamm, der nachweislich von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

Mehr als 120 Passagiere und Besatzungsmitglieder verließen vor rund einer Woche das Kreuzfahrtschiff und traten von Teneriffa aus mit Sondermaschinen die Heimreise an. Wegen der langen Inkubationszeit und des potenziell tödlichen Verlaufs der Infektion werden die von der "Hondius" geholten Menschen weiter medizinisch überwacht.

Suche nach dritter Kontaktperson in Österreich

In Österreich wird aktuell nach einer dritten Kontaktperson gesucht. Auf dem Schiff befand sich kein Österreicher - auf einem KLM-Flug von Johannesburg nach Amsterdam, auf dem auch eine infizierte Person saß, waren allerdings insgesamt drei Personen aus Österreich. Zwei davon konnten inzwischen ausfindig gemacht werden. Sie gelten als Niedrigrisiko-Kontaktpersonen, saßen nicht in der Nähe jener schwer erkrankten 69-jährigen Frau auf dem Flug, die diesen noch vor dem Start wieder verließ - und später an den Folgen der schweren Erkrankung verstarb. 

Nach einer dritten Person wird noch gesucht, wobei noch unklar ist, ob sich diese aktuell überhaupt in Österreich aufhält. 

Die am Freitag ausgeforschte zweite Kontaktperson weist keine Symptome auf, wurde jedoch wie die erste erreichte Person "über die empfohlenen Maßnahmen informiert und zeigt sich kooperativ", teilte das Gesundheitsministerium auf APA-Anfrage mit. Das Risiko einer tatsächlichen Ansteckung wird als äußerst gering eingeschätzt.

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