© REUTERS/ERIC GAILLARD

Chronik Welt
09/09/2021

Ganz Frankreich erweist Jean-Paul Belmondo die letzte Ehre

"Ein bisschen wie wir, nur besser", nannte Präsident Macron in einer emotionalen Rede den verstorbenen Filmstar. Der Staatszeremonie wohnten Tausende bei.

Frankreich hat der kürzlich gestorbenen Schauspiellegende Jean-Paul Belmondo gedacht. Präsident Emmanuel Macron würdigte ihn bei einem Staatsgedenken im Ehrenhof neben dem Pariser Invalidendom am Donnerstag als Ausnahmekünstler und Teil der Familie. „Wir haben Belmondo geliebt, weil er uns ähnlich war“, sagte Macron. „Belmondo ist ein bisschen wie wir, nur besser.“

Der Ehrung wohnten neben der Familie des Schauspielers geladene Gäste aus Politik und Kultur sowie etwa 1.000 Menschen aus der Bevölkerung bei. Medienberichten zufolge hatten einige Menschen stundenlang vor dem Eingang ausgeharrt, um beim Gedenken dabei zu sein. Noch am Donnerstagabend konnten sich Fans von ihrem „Bebel“ an seinem Sarg auf dem Gelände verabschieden. Die Trauerfeier soll dann am Freitag stattfinden.

Der vor allem in der Rolle als Antiheld bekannt gewordene Belmondo war am Montag im Alter von 88 Jahren gestorben. Er hinterlässt seinen Fans rund 80 Kinofilme und spielte mehr als 40 Theaterrollen. In den 1960er-Jahren galt er als Aushängeschild des „Nouvelle Vague“-Kinos und als Symbol für Rebellion und Anarchismus.

Ursprünglich war ein staatliches Gedenken im Invalidendom gefallenen Militärangehörigen vorbehalten. Inzwischen werden dort auch herausragende Persönlichkeiten des Gesellschaftslebens gewürdigt.

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