Frau isst Eis und wird unfruchtbar: 12 Mio. Euro Schadensersatz

Eine US-Amerikanerin wollte mit ihren Kindern ein Eis genießen und musste daraufhin ins Krankenhaus. Die Mutter hatte mehrere Nägel verschluckt.
Hand hält Eis mit Stanitzel

Eine Frau aus Melbourne wollte eigentlich nur ihr Eis in einem Stanitzel genießen, als sie dabei unwissentlich zwei Nägel und andere Metallreste konsumierte. Die Folgen waren verheerend, denn die Fremdkörper haben die US-Amerikanerin schwer verletzt. 

Frau verschluckte Nägel 

Wie Florida Today berichtet, ereignete sich der Vorfall am 11. September 2018, als die US-Amerikanerin Brandy Buckley mit ihren beiden Kindern in ein Eisgeschäft namens Bruster’s Real Ice Cream in Palm Bay (Florida). Buckley aß ein Stanitzel mit Butter-Pekannuss-Eis, als sie bemerkte, dass etwas nicht stimmte. Sie nahm einen großen Bissen davon und schluckte ihn schnell hinunter. Sie spürte etwas im Eis, dachte jedoch, dass es sich um Pekannüsse handeln würde. Die US-Amerikanerin ging schließlich ins Krankenhaus, um sich röntgen zu lassen. Die Röntgenaufnahmen zeigten, dass sie Metallteile sowie mindestens einen Nagel verschluckt hatte. 

Blutgerinnsel wegen verschluckter Gegenstände

Erst durch eine Operation konnte einer der – anscheinend – mehreren verschluckten Nägel entfernt werden. Doch laut ihren Anwälten, die den Fall am 23. März vor dem Gericht besprochen hatten, litt Buckley unter gesundheitlichen Beschwerden. Denn nicht alle verschluckten Teile konnten entfernt werden.  

Die zweifache Mutter musste später erneut operiert werden, und die Ärzte entfernten ihr sogar einen Teil ihres Darms. Zudem bildete sich später ein Blutgerinnsel in Buckleys Unterleib, was zu starken Komplikationen führte und sie unfruchtbar machte. Die Frau erstattete Anzeige und zog gegen den Eishersteller vor Gericht. 

US-Amerikanerin erhält über 12 Millionen Schadensersatz

"Es ist wirklich schwer zu verstehen, wie Metall in das Eis gelangen konnte. Egal, wie viel Vertrauen man in nationale Marken hat, Fehler passieren. Man muss einfach vorsichtig sein“, sagte Scott Alpizar, der leitende Anwalt in Buckleys Fall. In einer Presseaussendung von Alpizars Kanzlei wurde bekannt gegeben, dass der US-Amerikanerin insgesamt 14,1 Millionen US-Dollar (circa 12,3 Millionen Euro) Schadensersatz von dem Unternehmen zugesprochen wurde. 

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