© APA/AFP/FREDERIC J. BROWN

Chronik Welt
08/03/2020

Elon Musk feiert erfolgreiche Raketen-Mission seiner SpaceX

Der umtriebige Milliardär bewies mit dem Flug zur internationalen Raumfahrtstation ISS einmal mehr seinen Pioniergeist.

Euphorie bei Tesla-Gründer Elon Musk: Der 49-jährige Superstar der Tech-Szene feiert die geglückte Rückkehr des von seiner Firma SpaceX entwickelten Raumschiffs „Crew Dragon“ am Sonntag von der ISS zur Erde. Darüber könne sich die ganze Welt freuen und es als „Errungenschaft der Menschheit“ betrachten, jubelte Musk. Dies sei eine neue Ära des Raumflugs und der Weltraumforschung. 18 Jahre sei an dem Projekt gearbeitet worden.

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Zwei Monate nach dem ersten bemannten Start der „Crew Dragon“ zur ISS waren am Sonntag zwei US-Astronauten wieder heil auf der Erde gelandet. Robert Behnken und Douglas Hurley wasserten mit der Kapsel „Endeavour“ im Golf von Mexiko vor der Küste des US-Bundesstaates Florida.

 

„Es war uns eine Ehre und ein Privileg“, sagte Hurley unmittelbar nach der Landung über Funk. Beiden Astronauten ging es offenbar gut. „Herzlich willkommen im Namen der NASA und von SpaceX, und danke, dass Ihr mit SpaceX geflogen seid“, begrüßte der Flugdirektor des Unternehmens unter Gelächter im Kontrollraum die beiden Raumfahrer.

Funk-Blackout

In der Nacht zuvor war die Kapsel von der ISS abgedockt. Als die Raumkapsel mit einer Geschwindigkeit von 28.000 Stundenkilometern und bei einer Hitze von 1.900 Grad Celsius in die Erdatmosphäre eintrat, gab es einen kurzen, aber erwarteten Funk-Blackout.

Danach öffneten sich vier große Fallschirme. In weniger als einer Stunde bremste das Gefährt auf 24 Stundenkilometer ab. Nach der Landung wurde es von einem SpaceX-Schiff aus dem Wasser geborgen. Die Öffnung der Kapsel verzögerte sich etwas, weil das Team noch ein Leck schließen musste, durch das Abgase kamen.

Beide Astronauten wurden nach Houston geflogen, wo sie auf einem Militärflughafen von ihren Familien begrüßt wurden. Bei der Begrüßungszeremonie in einem Flughafen-Hangar sprach Musk vom Beginn einer neuen Ära. „Wir werden zum Mond fliegen, wir werden eine Basis auf dem Mond haben. Wir werden zum Mars fliegen“, sagte der Unternehmer. Er sei zwar „nicht sehr religiös“, habe aber für die Weltraummission von Behnken und Hurley gebetet, fügte er hinzu.

Behnken, der bereits mit dem Space-Shuttle-Programm im All war, lobte die Arbeit des SpaceX-Teams. „Es hat etwas sehr Besonderes, wenn man die Fähigkeit hat, die eigenen Astronauten ins Weltall und zurückzubringen“, sagte er.

Donald Trump jubelte ebenfalls über die geglückte Mission: "Es ist großartig, dass NASA-Astronauten nach einer sehr erfolgreichen zweimonatigen Mission zur Erde zurückkehren. Danke an alle!" Die Landung im Wasser sei sehr aufregend gewesen, so der US-Präsident.

Eigentlich waren eigene Flüge aus den USA zur ISS von der NASA schon für 2017 angekündigt gewesen - im Zuge technischer Probleme, Finanzierungsschwierigkeiten und Umstrukturierungen nach der Wahl von Trump zum US-Präsidenten wurde das Projekt aber immer weiter aufgeschoben.

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Es war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal, dass Astronauten von den USA aus zur ISS flogen, und das erste Mal, dass sie von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. SpaceX hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert.

Zuletzt waren im Sommer 2011 Astronauten mit der Raumfähre „Atlantis“ zur ISS geflogen. Danach mottete die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa ihre Space-Shuttle-Flotte aus Kostengründen ein und war seither für Flüge zur ISS auf Russland angewiesen. Das war mit rund 80 Millionen Euro pro Flug in einer russischen Sojus-Kapsel nicht nur teuer, sondern kratzte auch mächtig am amerikanischen Ego.

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