Mehr als 2.000 bestätigte Ebola-Fälle im Kongo
Zusammenfassung
- In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle auf 2.011 gestiegen, 754 Infizierte starben.
- Der Ausbruch gilt als besonders gefährlich, weil das lebensbedrohliche Virus leicht über Körperkontakt und Körperflüssigkeiten übertragen wird und es gegen den Typ Bundibugyo keinen Impfstoff und keine spezielle Therapie gibt.
- Experten rechnen mit einem Andauern des Ausbruchs bis ins kommende Jahr, während die USA wegen der Seuchengefahr strikte Einreiseregeln für Menschen aus der DR Kongo verhängt haben.
Die tödliche Ebola-Krankheit breitet sich in der Demokratischen Republik Kongo weiter aus. Die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle ist am Dienstag auf 2.011 gestiegen, geht aus offiziellen Daten der Regierung in Kinshasa hervor. 754 Infizierte seien gestorben. Am Montag waren 54 Fälle in den Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Haut-Uele bestätigt worden. Die Dunkelziffer dürfte weiter höher liegen, unter anderem wegen der drastischen Quarantänemaßnahmen für Infizierte.
Kein Impfstoff für Typ Bundibugyo
Ebola ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. An einer Impfung wird allerdings gearbeitet.
Der Tropenmediziner Martin Grobusch rechnet damit, dass der aktuelle Ausbruch bis ins kommende Jahr andauern könnte. Die USA greifen indes zu strikten Maßnahmen, um das Einschleppen der Infektion zu unterbinden. US-Staatsbürger, die sich in der DR Kongo aufhalten, dürfen nicht mehr direkt in ihre Heimat ausreisen. Sie müssen sich zuvor mindestens 21 Tage in einem Drittland aufhalten, ehe sie wieder in die USA gelassen werden.
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