© APA/dpa/Paul Zinken

Chronik Welt
12/04/2021

Fünf Tote in Wohnhaus bei Berlin gefunden: Drei davon Kinder

Die Leichen weisen laut Staatsanwaltschaft Schuss- und Stichverletzungen auf. Ermittlungen wurden eingeleitet.

Der Anruf ging am Samstag kurz vor Mittag bei der Polizei ein: Nachbarn hatten in einem Einfamilienhaus in Königs Wusterhausen bei Berlin leblose Personen gesehen. Die Beamten fanden wenig später fünf Tote - die Bewohner des Hauses, wie sich später herausstellte. Darunter waren auch drei Kinder im Alter von vier, acht und zehn Jahren, wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei am in einer gemeinsam Presseerklärung mitteilten. Die beiden Erwachsenen waren 40 Jahre alt.

Die Leichen wiesen laut der Mitteilung Schuss- und Stichverletzungen auf. Umgehend seien kriminalpolizeiliche Ermittlungen eingeleitet worden, die am Nachmittag noch andauerten. Neben Kriminaltechnikern sei ein Sachverständiger des Brandenburgischen Institutes für Rechtsmedizin am Tatort.

In Corona-Quarantäne?

Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon rechnete für Samstag nicht mit weiteren Erkenntnissen über die Hintergründe des Verbrechens. Damit blieb zunächst im Dunkeln, ob es sich bei den Toten um eine Familie handelte, ob sich der Täter unter den Opfern befindet, was das Motiv sein könnte, ob sich noch andere Personen im Haus aufhielten. Spekulationen kursierten, die Bewohner hätten sich in Corona-Quarantäne befunden. Aber auch dafür gab es zunächst keine Bestätigung.

Königs Wusterhausen liegt süd-östlich von Berlin im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald und hat knapp 40.000 Einwohner. In der Straße, in der sich die Tat ereignete, versammelten sich am frühen Nachmittag schnell einige Schaulustige. Kameraleute und Fotografen waren an Ort und Stelle. Vor dem recht neuen Haus, an dem die Rollläden heruntergelassen waren, standen zahlreiche Polizeifahrzeuge. Kriminaltechniker in weißen Anzügen liefen zwischen ihren Fahrzeugen und dem Haus hin und her. Feuerwehrleute holten in einem Karton ein Haustier aus dem Haus.

Am späten Nachmittag sperrte die Polizei den Tatort noch weiträumiger ab. Nachbarn waren kaum zu sehen. Polizisten gingen von Tür zu Tür und sprachen mit den Anrainern. Ein Mann und eine Frau stellten eine Kerze in der Nähe des Hauses ab. Auf die Frage, ob sie die Toten kannten, antwortet der Mann: „Das hier ist ein Dorf - man kennt sich.“

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