Am Geburtstag tödlich verunglückt: Frau stürzt am Vulkan 600 Meter ab
An ihrem 42. Geburtstag wollte Ingrid Daniela Vera Figueroa zusammen mit Freunden den rund 3.125 Meter hohen Vulkan Llaima in Chile besteigen. Auf etwa 2.000 Metern Höhe verlor sie jedoch auf steilem Gelände aus bislang ungeklärter Ursache den Halt, stürzte über 600 Meter in die Tiefe und verstarb.
Social-Media-Video kurz vor Aufstieg veröffentlicht
Wie die argentinische Tageszeitung La Nación berichtet, veröffentlichte die zweifache Mutter wenige Stunden vor dem Unglück noch ein Video in den sozialen Medien. Darin schilderte sie die bevorstehende Bergtour und erklärte, die Gruppe habe gegen drei Uhr morgens ihre Rucksäcke gepackt. Sie sei überglücklich und hoffe, dass Gott sie begleiten würde. Gleichzeitig ließ sie auch ihre Unsicherheit erkennen: "Ja, ich bin mir etwas unsicher, was passieren wird."
Über 600 Meter: Frau stürzte steilen Hang des Vulkans hinab
Am 17. Mai gegen 15 Uhr geschah der tödliche Absturz in einer Höhe von rund 2.000 Metern. Dabei verlor die erfahrene Bergsteigerin auf steilem, eisigem Gelände das Gleichgewicht, rutschte ab und stürzte rund 600 Meter den Hang des Vulkans hinab. Sie verstarb noch an der Unfallstelle.
Rettungshubschrauber konnte nicht landen
Wie das US-Magazin People berichtet, soll die 42-Jährige während des Aufstiegs Fotos gemacht und dabei ihren Eispickel kurzzeitig losgelassen haben. Offiziell bestätigt sind diese Angaben jedoch bislang nicht.
Aufgrund der unbeständigen Wetterlage konnte ein alarmierter Rettungshubschrauber den Unfallort zunächst nicht erreichen. Figueroas Leiche konnte daher erst am nächsten Morgen gegen 6:30 Uhr geborgen werden.
Wandergruppe war nicht registriert
Der Direktor der chilenischen staatlichen Naturschutz- und Forstbehörde (National Forest Corporation), Héctor Tillería, erklärte laut La Nación, dass die Wandergruppe nicht wie vorgeschrieben bei den Parkbehörden oder der örtlichen Polizei registriert gewesen sei. Er betonte, dass die Anmeldung unerlässlich sei, um präventive Maßnahmen einzuleiten und Rettungsaktionen zu beschleunigen.
Zugleich mahnte er zu verantwortungsvollem Verhalten sowie zur Verwendung geeigneter Ausrüstung, insbesondere bei anhaltenden Minusgraden und schwierigen Wetterbedingungen, wie sie zum Zeitpunkt des Aufstiegs herrschten.
Kommentare