Vorwurf: Schüler von Lehrerin mit Cannabis-Gummibärchen vergiftet

In Kalifornien soll eine Lehrerin drei Volksschülern Cannabis-Gummibärchen gegeben haben. Kurz darauf landeten die Kinder im Krankenhaus.
Bunte Gummibärchen und eine Cannabisblüte liegen nebeneinander auf einer hellen Oberfläche.

Ein ungewöhnlicher und zugleich besorgniserregender Vorfall aus den USA sorgt derzeit für Aufmerksamkeit: In der kalifornischen Stadt Lancaster wird einer Lehrerin vorgeworfen, drei Volksschülern mit Cannabis versetzte Süßigkeiten gegeben zu haben.

Vorfall bei Nachmittagsbetreuung

Der Vorfall ereignete sich laut Gerichtsunterlagen bereits am 3. April 2025 an der Sierra Elementary School in Lancaster im US-Bundesstaat Kalifornien. Dort betreute eine 59-jährige Aushilfslehrerin ein Nachmittagsprogramm für Volksschulkinder. Im Februar 2026 wurde schließlich Anklage gegenüber der Lehrerin erhoben, weshalb der Vorfall an die Öffentlichkeit gelangte. 

Nach Angaben des People Magazine soll die Lehrerin drei Brüdern im Alter von 8, 10 und 11 Jahren Süßigkeiten angeboten haben, die mit THC, dem psychoaktiven Wirkstoff der Cannabispflanze, versetzt gewesen sein sollen. Die Süßigkeiten seien laut Klageschrift als Teil einer kleinen Geburtstagsfeier für den jüngsten der Brüder verteilt worden. 

Kinder zeigten Vergiftungssymptome

Kurz nach dem Verzehr der Gummibonbons verschlechterte sich der Zustand der Kinder deutlich. Laut Aussagen von Angehörigen gegenüber der Times of India wurden die Buben lethargisch, krank und klagten über ungewöhnliche Körpergefühle. Schließlich mussten sie in eine Notaufnahme gebracht werden, wo sie wegen einer Cannabisvergiftung behandelt wurden.

Lehrerin wegen Körperverletzung angeklagt

Laut Gerichtsdokumenten sollen die Bonbons etwa 20 Milligramm THC pro Stück enthalten haben, eine Menge, die selbst für Erwachsene bereits eine deutliche psychoaktive Wirkung entfalten kann. Für Kinder ist eine solche Dosis besonders riskant. Die Familie der Kinder verklagt inzwischen sowohl die Lehrerin als auch Schule und Schulbezirk wegen Fahrlässigkeit, mangelnder Aufsicht und Körperverletzung.

Gesundheitsbehörden warnen regelmäßig davor, dass die verführerisch aussehenden Bärchen leicht mit normalen Süßigkeiten verwechselt werden können. Laut dem California Department of Public Health reagieren Kinder besonders empfindlich auf THC und können schneller Symptome einer Vergiftung entwickeln.

Dazu zählen unter anderem:

  • starke Müdigkeit oder Benommenheit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Angstzustände oder Verwirrung
  • Herzrasen

Kommentare