Buckelwal "Timmy" atmet weiter - aber geringer Salzgehalt im Ostsee-Wasser setzt ihm zu
Zusammenfassung
- Der Zustand des vor Poel gestrandeten Buckelwals ist weiterhin unverändert, er atmet regelmäßig.
- Ein erneuter Rettungsversuch mit einem Katamaran wird erwogen, um den Wal schonend zu transportieren.
- Der geringe Salzgehalt der Ostsee setzt dem verletzten Tier zu; Experten erwarten, dass der Wal in der Bucht stirbt.
Der Zustand des vor der Insel Poel bei Wismar im ostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Buckelwals "Timmy" war am frühen Ostermontag weiter unverändert. Wie das deutsche Umweltministerium mitteilte, atmet der Wal noch immer regelmäßig alle zwei bis vier Minuten. Die Polizei sei in der Nacht vor Ort gewesen, um den Wal zu beobachten. Am Sonntag hatte es geheißen, es werde ein erneuter Rettungsversuch mit Hilfe eines Katamarans in Erwägung gezogen.
Der Katamaran sei in Dänemark verfügbar und könne den zwölf Tonnen schweren Wal aufnehmen, sagte Backhaus. Die Idee: "Es werden 80 Zentimeter bis 1 Meter breite Gurte unter dem Wal durchgespült, ganz vorsichtig, um dem Wal nicht zu schaden", sagte Backhaus. Anschließend soll das Tier dann ganz vorsichtig hochgehoben und auf ein Netz gelegt werden, "um ihn dann lebend zu transportieren".
Geringer Salzgehalt als Problem
Am Ostersonntag hatte Deutschlands Umweltminister Till Backhaus (SPD) bekanntgegeben, dass der geringe Salzgehalt der Ostsee dem zwölf Meter langen Tier erheblich zusetze. Der Wal sei noch einmal genau vermessen worden, sagte Backhaus "Er ist 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch." Aufgrund seines Gewichts von etwa zwölf Tonnen sei er bereits 50 bis 60 Zentimeter in den Ostseeboden eingesunken.
Der verletzte Buckelwal war in der vergangenen Woche vor Wismar gestrandet. Am Mittwoch waren die Rettungsversuche eingestellt worden und nach Angaben von Experten wird das Tier wohl in der Bucht sterben. Der Wal soll am Dienstag erneut von Fachleuten begutachtet werden.
Kommentare