© APA/AFP/ALESSIO PADUANO

Chronik Welt
07/27/2019

Bootsunglück vor Libyen: Bis zu 200 Tote befürchtet

Laut Rotem Halbmond wurden 67 Leichen geborgen, 138 Menschen gelten als vermisst.

Bei dem jüngsten Bootsdrama vor der Küste Libyens könnten nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond bis zu 200 Migranten ums Leben gekommen sein. Bisher seien 67 Leichen aus dem Mittelmeer geborgen worden und 138 Menschen würden noch vermisst, sagte Osama al-Fadhili, Leiter des Roten Halbmonds in der Hafenstadt Al-Khums (Khoms), der Deutschen Presse-Agentur am Samstag.

Schwerstes Bootsunglück in diesem Jahr

Es wäre das schwerste Bootsunglück im Mittelmeer im laufenden Jahr. Das Unglück hatte sich etwa fünf Kilometer vor der libyschen Küste ereignet. Fadhili zufolge waren 360 Menschen an Bord eines Boots, das während der Überfahrt nach Europa in zwei Teile zerbrochen sei. 160 der Insassen seien gerettet worden. Die genaue Zahl der Todesopfer lasse sich womöglich erst feststellen, wenn verbleibende Leichen an die Küste gespült worden seien.

Über die Zahl der Vermissten herrschten widersprüchliche Angaben. Der libyschen Küstenwache zufolge wurden nach dem Unglück 115 Migranten vermisst, die Internationale Organisation für Migration (IOM) und das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) sprachen von rund 150 Vermissten. Laut libyscher Küstenwache waren 250 Menschen an Bord.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.