CSD in Berlin abgebrochen: Auto fuhr in Menge, mindestens ein Toter
Die Polizei war im Einsatz, Mordermittlungen wurden aufgenommen (Symbolbild)
Bei dem Vorfall am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Rund 15 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer, als ein Lieferwagen am Tiergarten in eine Menschenmenge fuhr, wie ein Polizeisprecher Samstagabend sagte. Nach dem Täter oder den Tätern werde unter „Hochdruck“ gefahndet. „Die Verletzten werden aktuell von Rettungskräften behandelt.“ Die Polizei sei mit „starken Polizeikräften im Einsatz“, so ein Sprecher.
Der Sprecher betonte, der Vorfall habe sich nicht auf der Straße des 17. Juni ereignet, die durch den Tiergarten führt, sondern in der Parkanlage. Die Veranstalter brachen den CSD ab: „Bitte geht nach Hause“, schrieben sie auf Instagram. Ein AFP-Journalist vor Ort berichtete, die Gegend werde geräumt. Die Berliner Polizei rief dazu auf, den Bereich zu meiden und weiträumig zu umfahren.
Am Samstag hatten Hunderttausende Menschen unter dem Motto „Haltung ist hot“ am Christopher Street Day in Berlin teilgenommen. Die jährlich organisierten CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar „Stonewall Inn“ in New York stürmte. Es folgten tagelange Zusammenstöße mit Aktivisten, die als Geburtsstunde der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung gelten.
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