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Chronik Welt
10/13/2020

Bangladesch führt Todesstrafe für Vergewaltigungsdelikte ein

Sexualdelikte und Vergewaltigungen häufen sich in Bangladesch, künftig sollen diese härter bestraft werden.

von Katharina Weyrich

Nach aktueller Rechtslage ist die höchstmögliche Strafe für Sexualstraftäter in Bangladesch die lebenslange Haft. Künftig soll aber jedes angeklagte Sexualdelikt mit dem Tod oder lebenslanger Haft bestraft werden, wie der 9news.au am 13. Oktober berichtet.

Die bangladeschische Menschenrechtsorganisation "Ain-o-Salish Kendra" beklagt gegenüber 9news, dass die wenigsten Sexualdelikte zur Anzeige gebracht werden. Allein zwischen April und August sei es zu 889 Vergewaltigungen gekommen. Die meisten davon Gruppenvergewaltigungen, so die Organisation.

Die Stimmen für eine Verschärfung der Maßnahmen in Bangladesch wurden besonders laut, als auf Facebook kürzlich ein Video eines Massensexualdelikts kursierte. Das Video zeigt eine Gruppe von Männern, die sich auf offener Straße über eine halbe Stunde an einer jungen Frau vergehen. Mittlerweile konnten schon einige der Straftäter festgenommen werden.

Nachdem tausende Demonstranten in den vergangenen Tagen für härtere Strafen für Vergewaltiger protestierten, versicherte nun auch Premierministerin Hasina Wajed gegenüber 9news, dass schon bald die härteren Restriktionen in Kraft treten werden. Man erwarte noch heute den Regierungsbescheid, heißt es weiters aus dem bangladeschischen Ministerium. 

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