8 Menschen tot: Touristenbus bricht in tiefsten See der Welt ein

Ein tödlicher Busunfall am russischen Baikalsee forderte das Leben von acht Personen. Darunter war auch ein 14-Jähriger.
Dunkle Bussitze neben einem Fenster

Am 20. Februar stürzte ein Bus mit Touristen durch das Eis des Baikalsees in Sibirien. Die Behörden haben bekanntgegeben, dass die Leichen von sieben chinesischen Touristen und einem russischen Fahrer geborgen wurden. Die Tiefe an der Unfallstelle betrug 18 Meter, sodass die Taucher Unterwasserkameras einsetzen mussten, um nach den Leichen zu suchen.

14-jähriges Kind unter Toten

Igor Kobzev, der Gouverneur der Region Irkutsk, teilte am 21. Februar auf Telegram einen Beitrag, der zeigt, dass der Bus in eine drei Meter breite Eisspalte gestürzt ist. Ein chinesischer Tourist konnte sich aus dem Fahrzeug retten. "Ich möchte den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen noch einmal mein aufrichtiges Beileid aussprechen", schrieb der Politiker. 

Unter den Toten befand sich auch ein 14-jähriger Teenager. "Ich möchte Sie noch einmal daran erinnern, dass es derzeit nicht nur verboten ist, sich auf das Eis des Baikalsees zu begeben. Es ist lebensgefährlich", erklärte Kobzev weiter und forderte Touristen auf, nur offizielle Reiseveranstalter zu nutzen. Derzeit läuft eine strafrechtliche Untersuchung der Ursachen der Tragödie.

2. Unfall in Nähe von Busunglück gesichtet

Der Politiker berichtete weiter, dass Rettungskräfte, die Freitag vor Ort waren, nur fünf Kilometer entfernt vom Ufer einen im Eis gefangenen Geländewagen bemerkt haben. "Darin befanden sich eine Frau und ein Kind. Sie konnten sich nicht aus dem teilweise versunkenen Auto befreien. Die Rettungskräfte kamen ihnen zu Hilfe", schrieb Kobzev. Zudem wurden am Samstag, am Tag seines Postings, vier Urlauber aus dem Wasser gerettet, nachdem sie sich nicht selbst aus ihrem Wagen befreien konnten. Sie wurden mit einem Hubschrauber an Land gebracht. 

Laut dem Posting ist die offizielle Eisstraße aufgrund des Zustands des Eises "derzeit nicht geöffnet". In der Gegend von Irkutskaja Guba auf Olchon wurde ein großer Riss entdeckt. Auch in der benachbarten Bucht gibt es Fragen zum Zustand des Eises. "In den nächsten Tagen wird die Kommission die Straße erneut inspizieren und über ihre Öffnung entscheiden", heißt es im Posting abschließend. 

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