Gefahr im Kinderzimmer: Asbest in Spielsand nachgewiesen

In gefärbtem Sandspielzeug aus China wurde in mehreren Ländern Asbest nachgewiesen, was beim Einatmen krebserregend ist.
Eine Sandburg mit Zinnen steht auf einem Haufen Sand.

In gefärbtem Sandspielprodukten aus China wurde in Australien und Neuseeland, aber auch in den Niederlanden und Belgien in zahlreichen Produkten Asbest nachgewiesen. Auch die deutsche Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt davor Kindern Sandspielprodukte, die in China hergestellt wurden, zum Spielen zu geben. 

Asbest-Nachweis in Sandspielprodukten: Beim Einatmen krebserregend

Die nachgewiesenen Asbestfasern wirken beim Einatmen krebserregend. Bei den Nachweisen handelt es sich nicht um den gewöhnlichen Sandkastensand, der im Freien eingesetzt wird. In Belgien wurde der Verkauf bereits gestoppt. 

Folgende Sandspielprodukte sind betroffen:

  • Magic Sand
  • Kinetischer Sand
  • Deko- und Bastelsand
  • Montessori-Sandspieltische

Die Ursache für die Belastung mit Asbest liegt vermutlich darin, dass der gefärbte Sand aus Gruben stammt, in denen Asbest natürlich vorkommen kann.

Was tun wenn Sand bereits gekauft wurde?

Aktuell gibt es in Österreich noch keine Hinweise darauf, dass Asbest nachgewiesen wurde. Es ist nicht vorhersagbar, welche Produkte betroffen sind und welche nicht, da die Asbestbelastung sich von Charge zu Charge unterscheiden kann. Falls auch hierzulande Meldungen auftauchen, sollte vermieden werden den Staub des Sandes einzuatmen und geschlossene Packungen vorsorglich nicht geöffnet werden. 

Sollte der Sand bereits entnommen worden sein soll laut Verbraucherzentrale eine FFP2-Maske aufgesetzt und mit Handschuhen und Schutzbrille den Sand so nass machen, dass dieser nicht mehr stauben kann. Anschließend den Sand mit einem nassen Lappen aufwischen - nicht mit einem Staubsauger entfernen.

Grund zu Panik besteht aber nicht, da Asbest vor allem ein Gesundheitsrisiko bei längerer Exposition darstellt.

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