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Chronik Welt
05/08/2019

Amoklauf in Schule in Denver: Ein Schüler tot, weitere in Lebensgefahr

Im US-Bundesstaat Colorado haben zwei Angreifer in einer Schule mindestens einen Jugendlichen getötet und mehrere verletzt.

Zwei Angreifer haben an einer Schule südlich von Denver im US-Bundesstaat Colorado das Feuer eröffnet und mehrere Menschen verletzt. Ein Schüler seit getötet, sieben weitere seien verletzt worden - mehrere davon schwebten noch in Lebensgefahr, sagte der Sheriff von Douglas County, Tony Spurlock, am Dienstag. Die beiden mutmaßlichen Täter seien festgenommen worden.

Die Polizei gehe davon aus, dass sie selber Schüler an der betroffenen Schule (Science, Technology, Engineering and Math School - STEM) in Highlands Ranch seien. Die Verletzten seien 15 Jahre und älter. Einer der mutmaßlichen Täter sei ein Jugendlicher, der andere sei bereits volljährig. Über ihr Motiv wurde zunächst nichts bekannt.

Ein Mann, der das örtliche KOA-Radio anrief, erzählte dem Sender, dass zwei Personen in das Klassenzimmer seines Sohnes gestürmt waren, das Feuer eröffneten und zwei Schüler verletzten. Der Vater sagte, die Opfer seien am Leben. Ein Mann, der sich als Fernando Montoya identifizierte, sagte dem lokalen Sender "Denver 7", sein 17-jähriger Sohn sei dreimal angeschossen worden. "Er sagte, ein Typ zog eine Pistole aus einem Gitarrenkoffer und begann zu schießen."

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Nicht weit von Columbine

Die betroffene Schule ist nur knapp neun Kilometer Luftlinie von der Columbine Highschool in Littleton in Jefferson County entfernt, wo sich im vergangenen Monat ein Schulmassaker zum 20. Mal jährte. Am 20. April 1999 hatten an der Columbine Highschool zwei bewaffnete Teenager zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen, anschließend töteten sie sich selbst. 24 Menschen wurden verletzt.

Die Schule in Highlands Ranch umfasst einen Kindergarten sowie die Klassen eins bis zwölf und wird von rund 1.800 Schülern besucht. Eine Polizeisprecherin sagte, die Polizei sei alarmiert worden, nachdem kurz vor 14 Uhr (Ortszeit/22 Uhr MESZ) in den mittleren Klassen Schüsse gefallen seien. Eine Polizeidienststelle befinde sich in unmittelbarer Nähe der Schule. Sheriff Spurlock sagte, Polizisten seien innerhalb von zwei Minuten an der Schule gewesen.

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Auf die Frage, ob die mutmaßlichen Täter bereits zuvor aufgefallen seien, sagte der Sheriff: "Wir hatten sie auf keinem Radar." Bei allen Verletzten handle es sich um Schüler. Lehrer oder anderes Schulpersonal seien nicht betroffen. Die Untersuchung des Vorfalls dauere an. Spurlock sagte: "Das ist ein furchtbares Ereignis." In den USA kommt es immer wieder zu Angriffen in Schulen - auch wegen der laxen Waffengesetze. Schusswaffen sind leicht zu beschaffen.

Erst kürzliche Schulen aus Angst vor Amoklauf geschlossen

Das Weiße Haus teilte mit, man bete für die Betroffenen des Angriffs. Präsident Donald Trump sei über den Vorfall informiert worden. "Tragischerweise kennen diese und die umgebenden Gemeinden diese hasserfüllten und furchtbaren Gewalttaten nur zu gut."

Vor dem Jahrestag des Columbine-Schulmassakers im vergangenen Monat waren aus Angst vor einem möglichen Angriff einer verdächtigen 18-Jährigen die Columbine Highschool und zahlreiche andere Schulen im Großraum Denver geschlossen worden. Die Verdächtige wurde später tot aufgefunden. Sie war vor dem Jahrestag von Miami nach Colorado gereist und hatte sich nach der Ankunft eine Schusswaffe und Munition gekauft. Die Polizei hatte fieberhaft nach der 18-Jährigen gesucht, die vom FBI als "bewaffnet und gefährlich" eingestuft worden war.