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Chronik Welt
07/21/2022

Ältester Riesenpanda der Welt in Hongkonger Zoo gestorben

An An war 35 Jahre alt. Er musste eingeschläfert werden. Die Menschen in Hongkong sind zutiefst geschockt.

Der weltweit älteste in Gefangenschaft lebende männliche Pandabär ist tot: An An musste nach Angaben des Hongkonger Zoos am Donnerstag im Alter von 35 Jahren eingeschläfert werden, nachdem sich sein Zustand in den vergangenen Wochen stetig verschlechtert hatte. Die Entscheidung sei schwer gefallen, erklärte der Ocean Park, wo An An den Großteil seines Lebens verbracht hatte. 35 Jahre Lebenszeit eines Pandas entsprechen etwa 105 Jahre eines Menschenlebens.

An An wurde in freier Wildbahn in der chinesischen Provinz Sichuan geboren. 1999 erhielt Hongkong An An und seine Partnerin Jia Jia als Geschenk zum zweiten Jahrestag der Rückgabe der ehemaligen britischen Kronkolonie an die Volksrepublik. Jia Jia starb im Jahr 2016 im Alter von 38 Jahren - ihr Alter hatte ihr zuvor einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde eingebracht. In freier Wildbahn leben Riesenpandas nur 14 bis 20 Jahre.

Eistorte zum Geburtstag

Seinen 35. Geburtstag hatte An An allein mit einer Frucht-Bambus-Eistorte verbracht. In den vergangenen Wochen verschlechterte sich sein Zustand, zum Schluss hatte er kaum noch Appetit und bewegte sich so gut wie nicht mehr. Donnerstag früh sei er schließlich in Absprache mit chinesischen Experten eingeschläfert worden, erklärte der Ocean Park.

Die Nachricht von An Ans Appetitlosigkeit in der vergangenen Woche löste die Teilnahme der Menschen in der chinesischen Sonderverwaltungszone aus. Regierungschef John Lee meldete sich telefonisch beim Zoo, um seine Sorge auszudrücken.

Pandas mögen zwar unheimlich süß aussehen, Filme wie Kun Fu Panda präsentieren uns ein patschertes, liebes Tier. Sollten Sie von einem Panda attackiert werden, sind Sie entweder in einen Zoo eingebrochen oder haben ihn in freier Wildbahn provoziert. In beiden Fällen war das eine Dummheit. Bis zu 150 Kilo kann ein ausgewachsener Panda wiegen, mit seinen gewaltigen Zähnen und kräftigen Kiefermuskeln bricht er nicht nur Bambus zum brechen.

Was tun, wenn mich ein Panda angreift?

Greift er Sie also an, klettern Sie nicht auf den nächsten Baum. Pandas sind exzellente Kletterer. Auch ein Sprung ins Wasser schützt Sie nicht – Pandas können schwimmen – und auch ziemlich schnell sprinten. Allerdings nur in absoluten Ausnahmesituationen. Durchschnittlich legen die Tiere in einer Stunde knappe 27 Meter zurück.

Geben Sie also in freier Wildbahn einfach Acht und klettern Sie nicht in Panda-Gehege und die Gefahr, von einem Panda angegriffen zu werden, ist verschwindend gering.

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