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Chronik Welt
07/30/2021

40 Grad und mehr: Hitzewelle und Brände in den Urlaubsländern

In Griechenland warnen Zivilschutz und Ärzte Einwohner und Touristen, nicht in die pralle Sonne zu gehen.

Eine Hitzewelle macht derzeit den Menschen in zahlreichen Urlaubsdestinationen zu schaffen. Die Temperaturen in Südosteuropa sollen Meteorologinnen und Meteorologen zufolge in den kommenden Tagen weiter steigen. In Ländern wie der Türkei und Bulgarien wüteten bereits mehrere Waldbrände.

Griechenland

In Griechenland erreicht die seit Anfang der Woche andauernde Hitze ihren Höhepunkt. Die Thermometer sollen von Freitag an und am Wochenende Werte um die 40 Grad zeigen. Wie das griechische Wetteramt am Freitag weiter mitteilte, soll es in der neuen Woche dann noch heißer werden. Die Meteorologen rechnen mit Temperaturen in Mittelgriechenland bis zu 45 Grad. Nachts werden die Werte in den Ballungszentren nicht unter 30 Grad fallen.

Diese Hitzewelle sei eine der längsten seit Jahrzehnten, sagten Wetterexperten im Staatsfernsehen. Die Temperaturen sollen demnach tagsüber erst nach dem 8. August wieder unter 40 Grad fallen.

Der Zivilschutz ordnete an, Arbeiten im Freien einzustellen oder so weit wie möglich zu reduzieren. Städte haben klimatisierte Hallen aufgemacht, in denen Menschen Zuflucht finden können, die keine Klimaanlage zu Hause haben. Ärzte rieten Einwohnern und auch Touristen, sich nicht in der prallen Sonne aufzuhalten und keinen Alkohol zu trinken. Man sollte öfter duschen und helle weite Baumwollkleidung tragen.

Türkei

Die türkische Mittelmeer-Küste und weitere Regionen des Landes sind derzeit von mehreren Waldbränden betroffen. Im Zuge dessen starben in der beliebten Urlaubsregion Antalya drei Menschen,183 wurden verletzt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf die Katastrophenschutzbehörde AFAD am Donnerstag. 58 der Verletzten seien in Behandlung.

Auch in der Mittelmeer-Stadt Marmaris seien Hotels evakuiert worden, nachdem ein Brand nahe der Stadt ausgebrochen war. 18 Dörfer und Distrikte der weiteren Umgebung Antalyas wurden insgesamt evakuiert, darunter auch Alanya. Zehn Menschen seien zudem auf dem Staudamm Oymapinar nördlich von Manavgat von Flammen eingeschlossen gewesen und von Einsatzkräften gerettet worden.

Bulgarien

In Bulgarien ist es ebenfalls zu großen Waldbränden gekommen, außerdem sind die Temperaturen an die 40-Grad-Marke geklettert. 60 Hektar Nadelwälder wurden bei einem Großbrand bei Twardiza in Mittelbulgarien vernichtet. Das Feuer wurde am Donnerstag unter Kontrolle gebracht, konnte aber nicht gelöscht werden, wie bulgarische Medien berichteten. Ein Hubschrauber, Soldaten, Feuerwehrleute und Freiwillige waren im Einsatz. Der Brand soll sich von einer Mülldeponie ausgebreitet haben.

Zudem gab es kleinere Waldbrände im Südwesten des Balkanlandes. Am Donnerstag galt fast im ganzen Land die zweithöchste Warnstufe Orange für gefährlich hohe Temperaturen. Im südwestlichen Sandanski nahe der Grenze zu Griechenland wurden Werte über 40 Grad erwartet. In der Hauptstadt Sofia war es bei 36 Grad am frühen Nachmittag bedrückend heiß. Die Temperaturen sollen Meteorologen zufolge in den kommenden Tagen weiter steigen.

Italien

Auch an der italienischen Adriaküste soll es bis zu 50 Grad heiß werden. Sollte es wirklich so kommen, würde Italien den europäischen Allzeit-Hitzerekord aus dem Jahr 1977 sprengen. Damals wurden am 10. Juli in Athen 48,0 Grad gemessen.

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