Erstmals über eine Million Ausleihen: Innsbrucker Stadtrad knackt Rekord
Mit rund 10.000 Ausleihen ist das Stadtrad 2014 in Tirols Landeshauptstadt gestartet. Seither hat das Bike-Sharing-Angebot der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) kontinuierlich - nur unterbrochen durch eine kleine Corona-Delle - an Zuspruch gewonnen. In den vergangenen vier Jahren gingen die Zahlen dann regelrecht durch die Decke.
Nun wurde erstmals die Millionen-Marke geknackt. 2025 hat das Stadtrad mit insgesamt 1.125.000 Entlehnungen einen neuen Höchststand verzeichnet, meldeten die IVB am Mittwoch. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Nutzungen damit noch einmal um mehr als ein Drittel gesteigert werden.
Fünf tägliche Ausleihen pro Rad
„Im Jahresdurchschnitt wird jedes IVB-Stadtrad über fünf Mal am Tag benutzt. Das ist ein absoluter Spitzenwert – auch im Vergleich zu anderen Verleihsystemen in Europa – und untermauert den hohen Stellenwert Innsbrucks als Fahrradhauptstadt“, freut sich Mobilitätsstadträtin Janine Bex (Grüne).
Vertreter der IVB und der Stadtregierung - in der Mitte Mobilitätsstadträtin Janine Bex und Bürgermeister Johannes Anzengruber - sind stolz auf die Entwicklung
Für Bürgermeister Johannes Anzengruber steht fest: „Das IVB-Stadtrad ist aus dem Innsbrucker Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Mit 55 Standorten und 610 Fahrrädern haben wir das Angebot in den letzten Jahren noch einmal massiv ausgebaut.“
Neben einem flächendeckenden Netz an Verleihstationen und der einfachen Bedienung sei die laufende Servicierung der Fahrräder ein wichtiger Begleiter für die hohe Nachfrage, hieß es. Sehr erfolgreich war auch die Erweiterung des Fuhrparks um mehrere Transporträder.
Kooperation mit Unternehmen
„Die Lastenräder waren vom ersten Tag weg gut gebucht“, berichtet IVB-Projektleiter Thomas Hillebrand. Wesentlich beigetragen zum großen Erfolg des IVB-Stadtrads haben auch die Firmenkooperationen. „Aktuell haben wir 29 Partner, über die etwa 20.000 NutzerInnen registriert sind“, weiß IVB-Geschäftsführer Ekkehard Allinger-Csollich.
2024 hatte man sich bereits über einen Auslastungsrekord von 830.000 Ausleihen gefreut. Damit hatte man sogar die Zahl der Nutzungen des Wiener Bike-Sharing-Angebots im Jahr 2023 übertroffen. Hillebrand hatte das vor einem Jahr gegenüber dem KURIER so erklärt:
"Wir haben in den vergangenen zwei Jahren viele Kooperationen mit Unternehmen und Hochschülerschaften abgeschlossen. Das hat einen Boost ausgelöst. Da sind wir federführend in Österreich.“ Die Partnerschaften sehen so aus, dass Unternehmen und Hochschülerschaften in der Studentenstadt Innsbruck einen Pauschalbetrag an die IVB zahlen.
Mitarbeiter bzw. Studenten können sich dann beim Stadtrad registrieren und kommen automatisch in den Genuss des Vorteilstarifs. Dabei sind die ersten 30 Minuten einer Ausleihe gratis. „Und in dieser Zeit kommt man in Innsbruck überall hin“, sagt der Stadtrat-Koordinator.
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