Lawinenabgang in Ischgl: 2 Tourengeher verschüttet

Deutsche Urlauber wurden von Schneebrett mitgerissen, ein Begleiter konnte sie mit einem LVS-Gerät orten und ausgraben.
Warnschild mit erhobener Hand und Hinweis auf Lawinengefahr in mehreren Sprachen, umgeben von Schnee.

Bei einem Lawinenabgang in Ischgl wurden Dienstagmittag zwei deutsche Tourengeher verschüttet.

Ein dritter Wintersportler schaffte es, die beiden mit Hilfe einen sogenannten LVS - Lawinenverschüttensuchgerät - zu lokalisieren und auszugraben.

Wie die Landespolizeidirektion Tirol Dienstagabend mitteilte, ereignete sich der Lawinenabgang gegen 12.30 Uhr im Bereich der "Berglealpe". Drei deutsche Urlauber  - zwei Männer und eine Frau im Alter von 28, 31 und 56 Jahren -  hielten beim Aufstieg im freien Skiraum demnach Sicherheitsabstand, um die Schneedecke zu schonen.

Schneebrett löste sich

Dennoch löste sich etwa 20 bis 30 Meter oberhalb des 56-jährigen Mannes ein Schneebrett, als dieser gerade eine Spitzkehre ausführte.

Die Lawine erfasste sowohl ihn als auch seine 28-jährige Begleiterin und verschüttete beide vollständig – trotz ausgelöster Lawinen-Airbags.

Der 31-jährige Begleiter, der nicht betroffen war, begann mit der Suche und konnte die Verschütteten bergen.

Ein Mann wurde verletzt

Der 56-Jährige Tourengeher erlitt Verletzungen am rechten Oberschenkel und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die 28-jährige Frau wurde nicht verletzt. Die Gruppe war laut Polizei von Galtür nach Ischgl gefahren, um "dort aufgrund der Wetterlage und bereits geschlossener Pisten eine Skitour zu unternehmen", hieß es seitens der Polizei.

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