Amateurfußball: Tiroler gegen Bayern - nicht die feine Klinge

Ein Hallenfußballer führt den Ball am Fuß in Richtung Tor.
Bei einem Hallenturnier in Reutte musste die Polizei die Gäste zu ihren Autos eskortieren. Auch eine Nase ging zu Bruch.
Von Uwe Mauch

Passiert ist es bei dem Spiel zwischen dem FC Loden 1 aus Reutte und dem FC Cool aus Memmingen in Bayern. Ein wenig zimperliches Einsteigen eines deutschen Spielers ließ am Samstagnachmittag in der Sporthalle Reutte die Emotionen hochkochen.

Es kam zu Tumulten zwischen den Spielern, aber auch zwischen den Zuschauern. Ordner mussten eingreifen.

Memminger trauten sich nicht aus der Kabine

Das Spiel wurde abgebrochen. Dass die Gastgeber in der Wahl ihrer Mittel anschließend auch nicht zimperlich waren, beweist der Umstand, dass die bayerischen Hobbysportler sich in ihre Umkleidekabine zurückzogen.

Dort kam es zu neuerlichen Handgreiflichkeiten und zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den Spielern beider Mannschaften. Zwei Männer wurden verletzt, einer erlitt eine Nasenbeinfraktur.

Die Polizei wurde verständigt. Als sie eintraf hatte sich die Situation wieder einigermaßen beruhigt. Die Spieler aus Memmingen hatten jedoch Angst, ihre Kabine zu verlassen. Zahlreiche immer noch aufgebrachte Spieler und Zuschauer aus Reutte hielten sich vor dem Ausgang der Halle auf.

Die Polizei eskortierte die deutschen Spieler aus der Sporthalle bis zu ihren Fahrzeugen. Unter weiteren neuerlichen verbalen Provokationen beider Seiten. Der an der Nase schwer Verletzte wurde in das Krankenhaus gebracht.

Ob sich diese Bayern und diese Tiroler wieder zum Freundschaftsspiel verabreden? Am Tag nach der Auseinandersetzung wagte dies niemand in Reutte zu beantworten.

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