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Brenner-Demo: Rotes Kreuz organisiert Notfalltransport per Zug

Als Ausweichmöglichkeit zur Sicherstellung einer lückenlosen Versorgung im Wipptal. Projekt steht auch für die Zeit nach der Demonstration am 30. Mai.
Zug in bahnhof

Das Rote Kreuz organisiert ab dem Tag rund um die Demonstration auf und bei der Brennerautobahn (A13) am 30. Mai inklusive Totalsperre des Brennerkorridors einen Notfalltransport per Zug als Ausweichmöglichkeit im Wipptal. So soll eine lückenlose Versorgung der Bevölkerung abgesichert werden, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung. Das speziell auf die Region zugeschnittene und einzigartige Projekt starte planmäßig in diesem Zeitraum und werde künftig zur Verfügung stehen.

Der Schienentransport sei für Situationen vorgesehen, in denen die Straßenverbindungen temporär blockiert sind und gleichzeitig ein Hubschrauber etwa aufgrund von Schlechtwetter oder Flugsperren nicht fliegen könne. Falls nötig können Rettungs- und Notarzteinsatzteam mitsamt eines Patienten und Fahrtrage an den Bahnhöfen Matrei oder Steinach in eine S-Bahn zusteigen. Während der rund 20-minütigen Fahrt zum Hauptbahnhof Innsbruck soll eine lückenlose intensivmedizinische Betreuung sichergestellt werden. In der Tiroler Landeshauptstadt erfolgt dann die Überstellung in die Klinik. Man habe das Projekt "Medizinischer Notfalltransport auf der Schiene" mit den ÖBB exklusiv für das Wipptal entworfen. Eine Ausweitung auf andere Gebiete sei nicht angedacht, hieß es.

Sechs statt drei Rettungsfahrzeuge im Einsatz

Am Tag der Demonstration reagiert das Rote Kreuz indes mit einer zeitweisen Verdoppelung der lokalen Rettungswagen-Kapazitäten von drei auf sechs Fahrzeuge. Auch seien lokale Hilfsnetzwerke sowie die Sondereinsatzgruppe (SEG) in erhöhter Bereitschaft. Die Besatzungen würden zudem durch die Motorradstaffel des Roten Kreuzes des Bezirks Innsbruck-Land verstärkt. Für Einsatzfahrzeuge bleibe auf der ansonsten gesperrten A13 zudem ein eigener Fahrkorridor bestehen, teilte das Rote Kreuz mit. Man sei durch die Maßnahmen nun insgesamt "resilient aufgestellt", wurde Rettungsdienstleiter Günter Obojes zitiert, allerdings lasse sich "die Verkehrsentwicklung auf den Ausweichrouten nicht mathematisch vorhersagen".

Die Brenner-Demo bei Matrei am Brenner, die die Wogen hochgehen lässt, war vom Bürgermeister von Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger, als Privatperson vor allem wegen der überbordenden Verkehrsbelastung beantragt worden. Die Kundgebung war von der Bezirkshauptmannschaft zweimal nicht erlaubt worden.

Das Tiroler Landesverwaltungsgericht gab dann jedoch einer Beschwerde gegen den entsprechenden Bescheid wegen Rechtswidrigkeit bzw. Verletzung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit statt. Daraufhin untersagte die Behörde die Demonstration nunmehr nicht.

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