Bewaffneter Mann in Tiroler Krankenhaus von Polizei überwältigt

Der Vorfall endete ohne Verletzte, die Hintergründe sind derzeit noch unklar.
Polizei-Abzeichen auf einer Uniform.

Ein bewaffneter Mann hat Montagvormittag einen größeren Polizeieinsatz im Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol (Bezirk Kitzbühel) ausgelöst. Der Mann wurde rasch von Beamten überwältigt und abgeführt, sagte ein Polizeisprecher zur APA.

Der laut Medienberichten offenbar psychisch beeinträchtigte Verdächtige bedrohte in einem Raum zwei Angestellte mit einer Pistole. Letztere konnten diesen unverletzt verlassen. Der Mann stand dann mit der Polizei in Kontakt und gab - sich allein im Raum befindend - einen Schuss ab.

Direkt darauf wurde er überwältigt und festgenommen. Verletzt wurde bei dem Vorfall, bei dem auch die Sondereinheit Cobra im Einsatz war, niemand. Einige Personen mussten aber vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut werden. Die beiden betroffenen Angestellten hatten laut Landeskriminalamt mit dem mutmaßlichen Täter gesprochen und konnten daraufhin den Raum verlassen.

Hintergründe & Motiv unklar

Nähere Informationen zu dem Mann bzw. zu dessen genauer Identität lagen vorerst nicht vor. Auch die Hintergründe sowie dessen Motiv waren zunächst noch Gegenstand von Ermittlungen, sagte der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamts, Philipp Rapold. Laut APA-Informationen befand sich der Verdächtige zum Tatzeitpunkt nicht in stationärer Behandlung im Krankenhaus. Zu dem Vorfall - das Bezirkskrankenhaus sprach von einer „Krisensituation“ - war es gegen 9.00 Uhr im Bereich der Klinischen Psychologie gekommen. Das Krankenhaus lief bereits am späten Vormittag wieder im Normalbetrieb. 

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