Amoklauf Graz: Täter hatte "keine Mitwisser oder Helfer"
Bei dem Amoklauf wurden zehn Menschen getötet (Archivbild)
Obwohl der Attentäter - ein 21-Jähriger aus Graz-Umgebung - nicht mehr am Leben war, hatte die Staatsanwaltschaft Graz nach seinem Amoklauf am BORG Dreierschützengasse Ermittlungen aufgenommen. Dabei ging es darum, herauszufinden, ob es im Hintergrund Mitwisser oder gar Mittäter durch Anstiftung gegeben hatte.
Ermittlungen eingestellt
Elf Monate danach steht fest: Es gab keine. Der Mann, der zehn Menschen tötete und Suizid beging, war ein Einzeltäter. Die Ermittlungen wurden somit eingestellt, das gab die Staatsanwaltschaft am Dienstag bekannt.
"Die Ermittlungen ergaben keine Hinweise auf Personen, die den Attentäter zu den Taten bestimmt oder sonst zu deren Ausführung beigetragen hätten", teilte die Grazer Behörde mit. "Das Verfahren gegen unbekannte Täter wurde daher eingestellt."
Motiv: Glorifizierung von "School Shootings"
Auch über das Motiv des Täters ist sich die Justiz sicher: Der 21-Jährige habe die Tat "detailliert geplant und vorbereitet". Er habe sich längere Zeit davor mit sogenannten "School Shootings" befasst, also Amokläufen an Schulen, und offenbar begonnen, "die Täter solcher Attentate zu glorifizieren", betonte die Staatsanwaltschaft.
Seine Langwaffen besaß der Mann legal, er hatte eine Waffenbesitzkarte. Da er aber zuvor von der Stellungskommission des Bundesheeres aufgrund der psychologischen Untersuchung als untauglich eingestuft wurde, gab es auch ein Ermittlungsverfahren, ob es beim Erwerb der Waffenbesitzkarte zu Ungereimtheiten gekommen sein könnte.
Doch auch dieses Verfahren stellte die Staatsanwaltschaft ein. Es hätten sich "keine Anhaltspunkte auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten" ergeben.
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