Am Samstag in Graz: Großdemo gegen Akademikerball

Demonstrierende mit Transparenten und roten Fahnen ziehen nachts durch eine Grazer Straße.
Am Samstag findet in Graz eine Demonstration gegen den 71. Akademikerball statt. Die "Offensive gegen Rechts" organisiert den Protest.

Zusammenfassung

  • Die "Offensive gegen Rechts" kündigt für Samstag eine Demonstration gegen den Akademikerball in Graz an, Start ist um 16 Uhr am Mariahilferplatz.
  • Der Protest richtet sich sowohl gegen den Ball als auch gegen die FPÖ-ÖVP-Landesregierung und versteht sich als erste große Demo gegen Blau-Schwarz in diesem Jahr.
  • Im Vorjahr kam es nach einer ähnlichen Demo zu einem Gerichtsprozess, nachdem ein Ballbesucher verletzt wurde; weitere Aktionen sind bereits vor der Demo geplant.

Gegen den Akademikerball am Samstag (24. Jänner) in Graz kommt es zu einer Demonstration: Das kündigte die "Offensive gegen Rechts" Dienstagabend an.

Der Protest soll um 16 Uhr am Mariahilferplatz starten.

Der Akademikerball im Grazer Congress  sei "kein harmloses Tanzvergnügen", begründet die Organsiation: Seit Jahrzehnten diene er "als Vernetzungsraum für deutschnationale und rechtsextreme Burschenschaften."

Demo auch gegen FPÖ-ÖVP-Landesregierung

Dem wolle man sich entgegen stellen, hieß es seitens der "Offensive gegen Rechts". Das Bündnis nimmt aber auch die Landespolitik mit in die Kritik: Der Protest richte sich nicht nur gegen den Ball, sondern sei auch als "erste große Demonstration gegen Blau-Schwarz in diesem Jahr" gedacht.

2025 wurde ebenfalls gegen den Akademikerball demonstriert, nicht ohne rechtliche Folgen: So standen erst vor Kurzem sieben Teilnehmer der Demo in Graz vor Gericht.

Prozess nach Sturz eines Besuchers

Die Angeklagten sollen einem Grazer, der mit seiner Frau vom Ball nachhause ging, die Burschenschafter-Kappe vom Kopf gerissen haben - dabei stürzte der Mann jedoch derart, dass er sich schwer verletzte. Der Prozess wird im April fortgesetzt.

Die "Offensive gegen Rechts" sieht darin jedoch einen "Fall, der exemplarisch für eine Politik steht, die Härte nach unten demonstriert und Repression zur Normalität macht", wie sie am Dienstag mitteilte.

Schon vor der Demo am Samstag gibt es Aktionen des Bündnisses, so ist etwa am Donnerstag (22. Jänner) ab 17.30 Uhr eine Kundgebung in der Nähe der FPÖ-Zentrale in der Conrad-von-Hötzendorfstraße geplant.

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