Pinzgau: Großeinsatz nach Kajak-Unfall in der Teufelsschlucht

Ein Kajakfahrer ist in der Teufelsschlucht in Lofer vermutlich tödlich verunglückt - rund 120 Rettungskräfte aus Salzburg und Bayern waren im Einsatz.
Ein gelber Rettungshubschrauber des ÖAMTC fliegt vor blauem Himmel.

In Lofer im Salzburger Pinzgau läuft seit Dienstagabend ein groß angelegter Rettungseinsatz wegen eines verunglückten Kajakfahrers, wie die APA berichtet.

Er wurde gegen 18.30 Uhr in der Teufelsschlucht als vermisst gemeldet. Die Suchaktion bei schwierigen Bedingungen im Wildwasser der Saalach wurde um 22.30 Uhr aufgrund der Dunkelheit abgebrochen und am Mittwoch um 8.30 Uhr fortgesetzt, wie die Salzburger Wasserrettung informierte. Das Unfallopfer konnte mittlerweile lokalisiert werden.

120 Rettungskräfte im Einsatz

Vermutet wird, dass der Kajakfahrer die Nacht in dem eiskalten Wasser nicht überlebt hat, so die APA. Am Dienstagabend befanden sich rund 120 Rettungskräfte aus Salzburg und dem benachbarten Bayern im Einsatz, darunter rund 50 Wasser- und Wildwasserretter sowie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und des Roten Kreuzes. Unterstützt wurde die Rettungsaktion von den Teams des Notarzthubschraubers "Martin 6" und eines Polizeihubschraubers.

Von Wassermassen unter Felsen gedrückt

Die Stelle in dem Wildwasser, an der sich der Verunglückte befindet, ist laut Markus Gewolf, Sprecher der Salzburger Wasserrettung, schwer zu erreichen. Der Verunglückte wurde von den Wassermassen unter einen Felsen gedrückt. Er war Mitglied einer achtköpfigen Gruppe von Kajakfahrern aus dem Ausland.

Die Kajakfahrer konnten den Mann nicht bergen und alarmierten deshalb die Einsatzkräfte. Aufgrund der schwierigen Bedingungen im Wildwasser der Teufelsschlucht sei ein massives Aufgebot an Einsatzkräften notwendig gewesen, hieß es seitens der Wasserrettung.

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