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Chronik Österreich
01/01/2019

Zahl der Verkehrstoten auf dem Tiefststand

2018 gab es in Österreich 400 Tote bei Verkehrsunfällen

400 Menschen sind 2018 laut Innenministerium auf Österreichs Straßen ums Leben gekommen. Das sind um 14 Personen beziehungsweise um 3,4 Prozent weniger als 2017. Damit wurde die bisher niedrigste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950 registriert.

Als vermutliche Hauptunfallursachen der tödlichen Verkehrsunfälle gelten neben Unachtsamkeit oder Ablenkung (29 Prozent) nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (24,4 Prozent) und Vorrangverletzung (16,6 Prozent). „Genau hier könnten elektronische Fahrerassistenzsysteme wie Notbremssysteme, Spurhalte-Assistenten, Abstandsregelung oder Müdigkeitswarner viel bewirken“, sagt ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nose.

Ziel sind keine Toten

1972 war das bisher schwärzeste Jahr der Unfallstatistik mit 2948 Toten. Die Zahl zugelassener Fahrzeuge hat seitdem von 2,5 Millionen auf 6,9 Millionen zugenommen. Der Zielwert des Österreichischen Verkehrssicherheitsprogrammes 2011 bis 2020 lautet 311 Opfer im Jahr 2020.

„Der Rückgang der Todesopfer im Straßenverkehr ist für mich als Innenminister erfreulich, aber jedes ist eines zu viel und jeder schwere Verkehrsunfall ist mit viel Leid für die Opfer und deren Angehörigen verbunden“, sagte Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). „Jeder zweite Euro, den die Asfinag investiert, fließt in die Verkehrssicherheit – das sind 500 Millionen Euro jedes Jahr. Mein Ziel ist klar: Keine Toten im Straßenverkehr“, sagte Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) am Dienstag.

Im Burgenland gab es im abgelaufenen Jahr 13 Verkehrstote, in Kärnten 30, in Niederösterreich 99, in Oberösterreich 96, in Salzburg 26, in der Steiermark 67, in Tirol 36, in Vorarlberg 17 und in Wien 16. Auf Bahnübergängen bei Eisenbahnkreuzungsanlagen verunglückten elf Menschen tödlich – 2017 waren es zehn. Sieben Fußgänger kamen auf Schutzwegen ums Leben, 2017 waren es elf. Obwohl es von Jahr zu Jahr weniger Verkehrstote gibt, mahnen Experten zu einem Blick in ein Nachbarland: Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wies in einer Aussendung erneut darauf hin, dass Österreich fast doppelt so viele Verkehrstote wie die Schweiz habe. Aufgrund des hohen Anteils älterer Menschen unter den Unfallopfern in Österreich forderte der VCÖ zudem verstärkte Maßnahmen für ein seniorengerechtes Verkehrssystem.

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