Wintertourismus liegt in Tirol auf Rekordkurs

Axamer Lizum / Mutterer Alm / Zusammenschluss
Der Dezember brachte fast 5 Millionen Nächtigungen und - trotz Schneemangel - ein Plus von 10,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Positive Nachrichten aus der heimischen Wirtschaft sind rar gesät. Da sind die am Dienstag veröffentlichten Zahlen zur bisherigen Wintersaison in Tirol ein erfreulicher Kontrast. Der Dezember brachte der Tourismusbranche fast 5 Millionen Nächtigungen – genau waren es 4.915.269.

Das ist ein Plus von 10,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und das trotz mauer Schneelage im Dezember, für den Familien meist lange im Vorhinein ihre Weihnachtsurlaube buchen. Ein deutliches Plus von 8,1 Prozent gab es mit rund 1,2 Millionen Ankünften es auch bei der Zahl der Gäste. 

Erfreuliche Momentaufnahme

Inklusive November liegt die bisherige Wintersaison mit +7,8 Prozent bei den Ankünften und + 9,2 Prozent bei den Nächtigungen auf Rekordkurs. Tirols ÖVP-Tourismuslandesrat Mario Gerber spricht von einem guten Start, weiß als ehehamliger Hotelier aber auch nur zu gut: „Das ist eine Momentaufnahme.“

Die Daten sind aber jedenfalls noch besser als jene im Jahr 2019, als die Tiroler Tourismusbranche auf dem Weg in die beste Saison aller Zeiten war, der aber abrupt von der Corona-Pandemie auf Null gebremst wurde. Inzwischen ist aber frelich längst der Jänner im Laufen, für den die Zahlen dann in einem Monat vorliegen werden.

Die laufende Ski-Saison begann im November mit tiefwinterlichen Verhältnissen, die in zahlreichen Skigebieten Frühstarts ermöglichten. Der Dezember war dann niederschlagsarm und viel zu warm, was für allem den Pisten in den niedergelegenen Wintersportorten zusetzte.

Dass das der Nachfrage keinen Abbruch getan hat, ist laut Gerber den Familienbetrieben in der Beherbergungsbranche zu verdanken. "Sie halten die Qualität aufrecht, wegen der die Gäste weiter kommen. Es ist toll, wenn die Saison so startet." Aber abgerechnet werde am Schluss.

Kommentare