Glücklich, wer noch nicht arbeiten muss. Im Freibad lässt sich die Hitze gut aushalten.

© APA/dpa/Maja Hitij

Nach Gluthitze folgen Unwetter
07/16/2015

Nach Gluthitze folgen Unwetter

Gewitter am Wochenende - aber es bleibt heiß. Spitzenwerte um die 38 Grad.

Die gute Nachricht: Es bleibt heiß.

Die schlechte Nachricht: Es bleibt heiß.

Wie so oft in diesem Sommer schaukeln sich die Temperaturen von Tag zu Tag mehr auf - zum Wochenende hin werden Spitzenwerte von bis zu 38 Grad erwartet. Die brütende Hitze wird am Samstag wieder von heftigen Gewittern beendet. An der Alpennordseite besteht örtlich sogar Unwettergefahr durch Sturmböen, Starkregen und Hagel, warnen die Meteorologen von UBIMET.

Große Hitze am Freitag und Samstag

Die heiße nordafrikanische Luft ist auf dem Weg nach Zentral- und Osteuropa. Die Temperaturen steigen morgen Freitag auf 30 bis 37 Grad, am heißesten wird es dabei im Westen. Im Zuge der Hitze entstehen im westlichen und südlichen Bergland wahrscheinlich ein paar Hitzegewitter, bevor am Abend dann auch von den nördlichen Kalkalpen bis zum Inn- und Mühlviertel kräftige Gewitter möglich sind.

Hagel und Sturmböen

Am heißesten wird es schließlich am Samstag, mit bis zu 38 Grad zwischen dem Weinviertel, dem Wiener Becken und dem Südburgenland. "Während im Osten Gluthitze herrscht, brauen sich im Westen stattdessen heftige Gewitter zusammen", erklärt Clemens Teutsch-Zumtobel vom Wetterdienst UBIMET. In der zweiten Tageshälfte gehen als Vorboten der nächsten Kaltfront speziell von Vorarlberg bis in das westliche Niederösterreich teils heftige Gewitter nieder. Lokal können diese auch von Starkregen, Hagel und Sturmböen begleitet werden. Später am Abend erreichen die Gewitter mitunter auch den Großraum Wien.

Wechselhafter Sonntag

Der Sonntag verläuft nicht mehr ganz so heiß mit 22 bis 34 Grad, in der schwülen Luft gehen dann im ganzen Land einige Schauer und Gewitter nieder. Die kräftigsten Gewitter werden ab dem Nachmittag in Kärnten, der Steiermark sowie im Süd- und Mittelburgenland erwartet. Bereits Anfang nächster Woche verstärkt sich vom Mittelmeer her der Hochdruckeinfluss und der nächste Schwall subtropisch heißer Luft gelangt in den Alpenraum.

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Unwetter in Deutschland

Unwetter in Deutschland

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Überdurchschnittlich viele Tropentage

"In vielen Teilen Österreichs gab es im heurigen Jahr schon mehr Tropentage als im gesamten Jahr 2014", erklärt Teutsch-Zumtobel. "Gebietsweise sind noch vor dem nächsten Hitzeschwall bereits jetzt mehr heiße Tage als im Durchschnitt gezählt worden, wie etwa in Salzburg, Innsbruck oder Bregenz." Mancherorts sind neue Julirekorde in Reichweite, zum Beispiel in Landeck oder Bludenz, vom Montafon bis ins Tiroler Oberland ist es momentan mit Abweichungen von bis zu 5 Grad vom Mittelwert auch relativ am wärmsten.

Weiterführende Links

Jedem Menschen recht getan, ist eine Kunst die niemand kann, schon gar nicht das Wetter. Während die einen den Sommer genießen, klagen andere über die Hitze. Was man tun kann, um Temperaturen über 30 Grad so gut wie möglich zu verkraften.

Unterarme kühlen Wunder wirken gegen die Hitze kann ein Unterarm-Tauchbad. Wie das gemacht wird? Ganz einfach: Tauchen Sie beide Unterarme für ein bis zwei Minuten unter kaltes Wasser. Dadurch kühlt der Körper ab und der Kreislauf stabilisiert sich.

Nicht kalt duschen So verlockend es bei solchen Temperaturen auch sein mag: Eine eiskalte Dusche bringt nur kurzfristig Linderung. Durch das eiskalte Wasser schließen sich die Poren, was die Hitzeabgabe erschwert. Besser: Lauwarm bis kühl duschen.

Eiswürfel helfen Punktuell angewendet kann Eiseskälte allerdings sehr wohl helfen. Eiswürfel (oder auf eine gekühlte Kalt-Warm-Kompresse), die man sich auf die Innenseiten der Handgelenke, in die Armbeugen, oder an Hals und Nacken presst, können ebenfalls für Linderung sorgen.

Gefahr durch Klimaanlagen Ein Punkt, der wohl hauptsächlich in der Arbeit zum Tragen kommt: die richtige Einstellung der Klimaanalage. Auch wenn es so manche Kollegen nicht gerne hören: Die Temperatur-Unterschiede zwischen innen und außen sollten nicht zu groß sein. Ansonsten droht Verkühlungs-Gefahr.

Richtig trinken Schon an normalen Tagen scheidet der Mensch etwa eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit als Schweiß und Urin aus. Gerade bei hohen Temperaturen liegt dieser Wert allerdings oft bedeutend höher. Darum: Viel trinken, das hilft dem Kreislauf, mit der Hitze besser fertig zu werden.

Wer glaubt, dass er durch vermehrte Flüssigkeitsaufnahme auch mehr schwitzt, der irrt. Allerdings wird im Gegenzug bei zu niedriger Flüssigkeitsaufnahme das Blut dickflüssiger. Das kann die Organdurchblutung stören und den Blutdruck absinken lassen. Zudem gibt es durch die Eindickung des Blutes erhöhtes Risiko für Thrombosen.

Eigentlich eine altbekannte Tatsache, die trotzdem nicht oft genug erwähnt werden kann: Alkoholische Getränke helfen nicht gegen die Hitze. Durch Alkohol werden die Gefäße erweitert, was dem Körper Wasser entzieht. Zudem wird die Niere angeregt, vermehrt Wasser abzugeben.

Was man nicht trinken sollte: alkoholische Getränke, Energy-Drinks und Limonaden. Gegen den moderaten Konsum (3-4 Tassen pro Tag) von Kaffee und zuckerfreiem Schwarz- und Grüntees ist nichts einzuwenden.

Richtig essen Bei hohen Temperaturen sollten man verstärkt zu leichter, fettarmer Kost greifen. Ideal sind Vollkornprodukte, Milchprodukte, Fisch, Obst und Gemüse der Saison. Schwer verdauliche Speisen strengen nur unnötig die Verdauung an, Blut wird dadurch verstärkt in den Magen-Darm-Trakt gepumpt, was den Kreislauf belastet.

Vorsicht beim Sport Allen Hobby-Sportlern sei eines geraten: Bei Hitze lieber moderat und länger als kurz und hart trainieren. Die Belastung für den Kreislauf ist bei Temperaturen jenseits der 30 Grad enorm. Und wenn Sie sich schon zu sportlichen Aktivitäten durchringen, kühlen Sie sich zuvor ab.

Gut schlafen trotz Hitze Dunkeln Sie Ihren Schlafraum tagsüber ab, damit er sich nicht zu sehr erhitzt. Dauerndes Durchlüften kann zwar durch die Zugluft in Tagesräumen für Linderung sorgen, allerdings erhitzen sich dadurch die Wände. Diese geben die Temperatur in der Nacht langsam ab, weswegen Schlafräume abends meist nicht genug abkühlen, um ein einschlaffreundliches Klima zu bieten.

Bei hitzebedingten Einschlafproblemen kann eine lauwarme bis kühle Dusche vor dem Zubettgehen für Abhilfe sorgen. Das hilft dem Körper, die Kerntemperatur zu senken, man schläft besser ein und ruht sanfter.

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