Wohnen am Gleis: Neues Leben für den Bahnhof Weitra

Eine Außenaufnahme vom beigen Bahnhofsgebäude vor einem blauen, fast wolkenlosen Himmel.
Jahrelang stand der Bahnhof in Weitra leer. Nun schreitet die Renovierung des Gebäudes samt Wohnungen voran.

Jahrelang stand der Bahnhof in Weitra weitgehend leer. Seit dem Ankauf durch die Stadtgemeinde im Jahr 2013 wurden lediglich die WC-Anlagen genutzt – Wohnungen und Innenräume wirkten verwaist. Das soll sich noch heuer ändern.

Bereits 2024 hat die Gemeinde damit begonnen, dem Areal entlang der Waldviertelbahn neues Leben einzuhauchen. Laut Bürgermeister Patrick Layr (ÖVP) soll der Bahnhof zu einem attraktiven Ankunftspunkt und Ausgangspunkt für Zuggäste werden. Zudem dient er künftig als Ankunftspunkt des neuen Bernhardi-Pilgerweges. Neben barrierefreien WC-Anlagen für Besucher entstehen ein touristischer Informationspunkt, E-Ladestationen sowie zusätzliche Parkmöglichkeiten.

Im Inneren des Gebäudes werden Trennwände entfernt, um einen großzügigen Aufenthaltsraum zu schaffen. Dieser soll mit Exponaten aus dem ehemaligen Bahnmuseum gestaltet werden und künftig für kleinere Veranstaltungen, Ausstellungen sowie Sonderfahrten der Waldviertelbahn – etwa den Silvester- oder Christkindlzug – zur Verfügung stehen.

Eine Aufnahme des Bahnhofs von Gleis-Seite.

Der Bahnhof ist bereits über 100 Jahre alt.

Gegen den Leerstand

Im Zuge der Sanierungsarbeiten werden auch die beiden Wohnungen im Bahnhofsgebäude instand gesetzt. Die Unterkünfte sollen künftig vermietet werden – eine Ausschreibung zur Vergabe ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant. Es gebe jedoch bereits zahlreiche Interessenten, so Layr.

Das Projektvolumen liegt bei zwischen 300.000 und 400.000 Euro. Die Arbeiten umfassen eine Generalsanierung mit neuen Fenstern, einer erneuerten Fassade sowie die Modernisierung von Heizung und Installationen. Die Umsetzung erfolgt größtenteils durch den Bauhof und mit Unterstützung der NÖ Wohnbauförderung. Die Gemeinde will damit ein positives Beispiel im Umgang mit Leerstand setzen und zeigen, dass auch in alten Gebäuden hochwertiger Wohnraum entstehen kann.

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