© LPD Salzburg

Chronik | Österreich
01/12/2019

Weitere Festnahme im Mordfall Zell am See

Nach einem 17-Jährigen, der den Mord an einer 20-jährigen Pinzgauerin gestanden hat, wurde nun auch ein 18-Jähriger verhaftet

Mit einer zur scharfen Waffe umgebauten Schreckschusspistole wurde am 20. Oktober in Zell am See eine 20-Jährige vor ihrer Wohnung erschossen. Nun gibt es eine neue Entwicklung in dem Fall. Wie die Polizei am Samstag berichtet, wurde am Freitag am späten Nachmittag ein 18-jähriger an seiner Wohnadresse im Pinzgau verhaftet. Er wurde von jenem 17-Jährigen belastet, der bereits als dringend Tatverdächtiger in Haft sitzt und die Tat zuletzt gestanden hat.

Laut dem 17-Jährigen soll der 18-Jährige ihn zum Umbau der Schreckschusswaffe zu einer Schusswaffe und in weiterer Folge zur Tat genötigt haben. Bei der Tatausführung soll er als Fahrer fungiert haben. Aufgrund dieser Angaben erging am 11. Jänner 2019 von der Staatsanwaltschaft Salzburg eine richterlich bewilligte Festnahmeanordnung gegen den 18-Jährigen.

Er ist laut Polizei zum Tatvorwurf nicht geständig und wird nach Abschluss der notwendigen Erstmaßnahmen in die Justizanstalt Salzburg eingeliefert. Die Ermittlungen zu den bisherigen Erkenntnissen, insbesondere zu den Motiven beider Beteiligter, und die waffen- sowie datentechnischen Auswertungen dauern noch an. Ergänzend dazu werden noch Befragungen bzw. Vernehmungen von Zeugen und Auskunftspersonen notwendig sein, erklärt die Polizei.