Chronik | Österreich
12.11.2018

Warmes Wetter lässt Schneebänder in Kitzbühel schmelzen

Künstlich geschaffene Schneestreifen sorgten für heftige Diskussionen in Tirol. Nun stoppt Föhnwind frühen Saisonstart.

Skifahren Mitte Oktober? Für die einen war es ein cooles Pre-Opening in die Wintersaison, für die anderen ein ökologisch grotesker Frühstart.

Die Bergbahnen Kitzbühel sind Mitte Oktober trotz warmer Temperaturen und beinahe sommerlichem Herbstwetter in die Skisaison gestartet. Möglich machte dies Schnee aus den im Frühjahr angelegten Depots. Rund 1,6 Kilometer Piste mit einer Schneehöhe von 100 Zentimeter wurden ausgebracht.

Nun ist der Spuk wieder vorbei.

Bergbahnen verteidigen kurzes Vergnügen

Der weiße Schneestreifen am Hahnenkamm ist den für November ungewöhnlichen hohen Temperaturen zum Opfer gefallen. Man habe "mit außergewöhnlichen meteorologischen Verhältnissen zu kämpfen gehabt", verteidigt sich Josef Burger, Vorstand der Bergbahn Kitzbühel, im Gespräch mit der "Tiroler Tageszeitung". Man habe wieder auf Wanderbetrieb umgestellt, heißt es weiter. Am Resterkogel hält die Piste noch.

Angst, dass der Schnee noch vor Beginn der eigentlichen Wintersaison wegschmelzen könnte, habe man nicht, sagte eine Sprecherin der Bergbahnen noch Mitte Oktober: "Wir machen jetzt bereits das vierte Jahr in Folge Mitte Oktober auf und haben gute Erfahrungen gesammelt."

Heuer machte der Föhnwind einen Strich durch die Rechnung. Umweltschützer wie der Tiroler Grünen-Politiker Michael Mingler hatten das Aufbringen des Schneebands um diese Jahreszeit als surreal und grotesk kritisiert.

Dennoch rechtfertigt Burger das Konzept, der "Skibetrieb sei sehr gut angenommen worden", heißt es im Bericht weiter.

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