Chronik | Österreich
31.10.2018

Vor 49 Jahren gestohlenes Auto tauchte in Drau-Stausee auf

Das Ablassen der Kärntner Stauseen aufgrund der schweren Unwetter im Süden Österreichs hatte einen kuriosen Nebeneffekt.

Das Absenken der Kärntner Stauseen vor den heftigen Regenfällen diese Woche hat ein kurioses Artefakt zutage gefördert. Wie die Polizei am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte, kam ein über und über mit Muscheln bedecktes Autowrack zum Vorschein: Es war vor 49 Jahren gestohlen und danach im Völkermarkter Stausee versenkt worden.

Um mehr als vier Meter war der Wasserspiegel des Völkermarkter Stausees am Wochenende abgesenkt worden - eine Vorsichtsmaßnahme, damit der See als "Ausgleichsbecken" die Wassermassen in den folgenden Tage aufnehmen konnte. Das funktionierte auch und hatte außerdem noch einen spannenden Zusatzeffekt: Am Montag entdeckte nämlich ein Aufsichtsfischer das Heck eines Autos, das am Seegrund im Schlamm steckte und durch das Absenken des Wassers zum Vorschein gekommen war.

Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen Puch 500 mit schwarzen, österreichischen Kennzeichentafeln, der von der Feuerwehr geborgen und an Land gebracht wurde. Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass das Auto vor 49 Jahren einer heute 69-jährigen Frau aus Diex gestohlen wurde. Der Dieb war damals zwar aufgeforscht worden - was er mit dem Auto gemacht hatte, war aber bis zu seinem Tod sein Geheimnis geblieben.

Nun soll die Besitzerin des Wagens laut Polizei froh und erstaunt sein, dass ihr Auto  - es war ihr Erstes - nach so vielen Jahren wieder aufgetaucht ist.