Vergifteter Hipp-Brei ist vermutlich schon verdorben
Mit jedem Tag, der vergeht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Baby den mit Rattengift kontaminierten Brei essen könnte, geringer. Das liegt daran, dass der Brei vermutlich schon so verdorben ist, dass Eltern ihrem Kind den Inhalt ohnehin nicht mehr füttern würden, wie die Polizei Burgenland dem KURIER am Mittwoch bestätigte.
Schon als die Eltern im burgenländischen Schützen am Gebirge am Samstag den Brei ihrem Kind geben wollten, bemerkten sie den stark verdorbenen Geruch. Die Erpresser mussten die Gläschen öffnen, um sie mit Gift zu kontaminieren - ohne Vakuum hält der Babybrei aber nur wenige Tage, bevor er merklich verdorben ist.
Da die Kriminellen der Firma Hipp eine Frist für die Zahlung von zwei Millionen Euro schon bis 2. April gesetzt hatten, dürften die Gläschen also schon seit Wochen in den Regalen gestanden haben.
Suche nach Tätern
Dennoch hofft die Polizei, das Glas zu finden, denn es könnte ein wichtiges Beweismittel sein und möglicherweise Fingerabdrücke oder DNA der Täter tragen. Mit der Suche nach den Erpressern ist die bayrische Polizei in Ingolstadt beschäftigt, weil sich der Firmensitz von Hipp in der Nähe befindet. KURIER-Anfragen nach dem Stand der Ermittlungen blieben von der Ingolstädter Kriminalpolizei aber bisher unbeantwortet.
Deshalb ist auch weiterhin unklar, ob die Forderung der Erpresser weiter aufrecht ist und möglicherweise die Gefahr besteht, dass die Täter weitere Gläser vergiften könnten.
- Eltern, die den Verdacht haben, ein vergiftetes Produkt gekauft zu haben, können sich an folgende Telefonnummer der
Polizei wenden: 0043 5913310 / 3333 - Auch die von der Erpressung betroffene Firma Hipp hat eine Serviceline eingerichtet, um besorgte Eltern
zu beraten: 0043 7612/ 76577 / 104
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