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Chronik Österreich
07/28/2019

Verheerendes Unwetter: Spur der Verwüstung durch Österreich

Überschwemmungen, Gerölllawinen und Brände durch Blitze: Allein in Südösterreich drei Millionen Euro Schaden für Bauern.

Heftige Unwetter haben am späten Samstagnachmittag eine Spur der Verwüstung durch Österreich gezogen. Besonders hart getroffen hat es das Tiroler Unterland. In Kirchberg (Bezirk Kitzbühel) riss eine Gerölllawine ein Brückengeländer mit und blieb bis zu einem Meter hoch auf der Landesstraße L203 liegen, berichtete die Polizei. In Kirchberg (Bezirk Kitzbühel) riss eine Gerölllawine ein Brückengeländer mit und verschüttete die L203 bis zu einem Meter tief, berichtete die Polizei. In Ebbs (Bezirk Kufstein) blockierten umgestürzte Bäume die B175. Straßen wurden kurzzeitig überflutet.

Im Bezirk Kufstein gingen mehrere schwere Gewitter mit teilweise starkem Hagel nieder. Durch die heftigen Sturmböen kamen mehrere Nadelbäume zu Fall und blockierten die B175 in Ebbs, welche dann gesperrt werden musste. 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Bäume zu entfernen. Verletzte gab es bei den Ereignissen keine.

Hangrutschung verlegte Straße

Im Kaiserbachtal (Bezirk Kitzbühel) verlegte nach Angaben der Leitstelle Tirol eine Hangrutschung die Straße rund 30 bis 40 Zentimeter tief. Drei Autos blieben im Schlamm stecken, die Insassen seien aber nicht in Gefahr gewesen, hieß es bei der Leitstelle. Die Kaunertaler Gletscherstraße im Bezirk Landeck, die bereits am Donnerstagabend nach einem Murenabgang gesperrt worden war, ist nach Angaben der Polizei wieder frei befahrbar.

Heftige Unwetter haben auch in Vorarlberg ihr Spuren hinterlassen. Im Bezirk Bludenz kam es zu einem Murenabgang und lokalen Überschwemmungen. In Sonntag-Buchboden im Großen Walsertal wurden laut Polizei vier geparkte Autos teils bis zum Dach von einer Mure verschüttet. In Nenzing und Bludesch-Gais wurden Straßen überflutet. Ein stecken gebliebenes Auto musste aus einer Unterführung geborgen werden. Verletzt wurde aber niemand.

Massive Schäden

Unwetter mit bis zu tennisballgroßen Hagelkörnern haben auch das südliche Burgenland, die Steiermark und Kärnten getroffen. Dabei entstanden Schäden von drei Millionen Euro an landwirtschaftlichen Kulturen, teilte die Österreichische Hagelversicherung nach ersten Erhebungen am Abend mit. 12.000 Hektar mit Getreide, Mais, Soja, Kürbis oder Wein seien betroffen.

In der Steiermark seien die Bezirke Leibnitz, Hartberg-Fürstenfeld und Bruck-Mürzzuschlag betroffen, in Kärnten die Bezirke Feldkirchen und Klagenfurt und im Burgenland der Bezirk Oberwart. Die Unwetter zerstörten auch Grünland sowie Glas- und Folienhäuser.
 

Zusätzlich sorgten massive Niederschläge und Hagelschlag in einigen Gebieten für überflutete Straßen und Objekte, für kleinere Rutschungen bzw. für Verschlammungen und Unterspülungen. Vermutlich Blitzschläge setzten ein Wirtschaftsgebäudebrand im oststeirischen Gnas sowie einen Dachstuhl in Buch-Geiseldorf (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) in Brand. Im obersteirischen Palfau wurden sechs Bergretter durch einen Blitzschlag nach der Bergung eines verunglückten Kletterers verletzt.

Bauer von Blitz verletzt

Ein 53-jähriger Landwirt aus dem Kärntner Bezirk Wolfsberg ist am Samstag am späten Nachmittag auf einer Alm von einem in der Nähe in einen Baum einschlagenden Blitz verletzt worden. Der Mann wurde rund fünf Meter weit weggeschleudert und blieb bewusstlos liegen. Sein Sohn verständigte die Rettungskräfte. Der Bauer wurde ins LKH Wolfsberg gebracht, wie die Landespolizeidirektion mitteilte.

Der Kärntner war zusammen mit seinem Sohn auf der Alm im Gemeindegebiet von St. Gertraud-Frantschach auf rund 1.600 m Seehöhe mit dem Verladen von Weidevieh beschäftigt, als ein Gewitter losbrach. Der Bauer verschloss gegen 17.15 Uhr noch einen Weidedrahtzaun, als in rund 50 Meter Entfernung ein Blitz in einen Baum einschlug. Beim Eintreffen der vom Sohn verständigten Einsatzkräfte war der 53-Jährige wieder bei Bewusstsein. Er wurde nach der Erstversorgung ins Spital eingeliefert.

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