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Klagenfurt
04/16/2020

Überschuss steht einer saftigen Neuverschuldung gegenüber

Die Bürgermeisterin spricht von einer "strategisch, wichtigen Umstellung" - die Opposition vermutet ein "Tarnungsmanöver".

von Nikolaus Tuschar

Die Stadt Klagenfurt hat das Jahr 2019 mit einem deutlich höheren Schuldenstand abgeschlossen. Der Schuldenstand betrug mit Jahresende 75,9 Millionen Euro, nach 53,9 Millionen im Jahr 2018. Das geht aus dem Rechnungsabschluss hervor, der am Donnerstag von der Rathauskoalition aus SPÖ, ÖVP und Grünen in einer Livestream-Pressekonferenz präsentiert wurde. Der Überschuss im Rechnungsabschluss beläuft sich auf 8,77 Millionen Euro.

Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) begründete die Schulden mit der Umstellung auf das Verrechnungssystem Doppik, eine Form der kommunalen Buchführung. Vereinfacht erklärt: Die Stadt hatte zwei „Geldbörsen“ und konnte sich selbst Geld leihen. Voriges Jahr musste man 30 Millionen Euro aufnehmen, um diese Umstellung zu vollziehen.

Kritik der Opposition

Keinen Grund zur Freude sieht Vizebürgermeister Wolfgang Germ (FPÖ). „Der Schuldenstand hat sich um über 22 Millionen Euro erhöht.“ Gemeinderat Klaus-Jürgen Jandl (TK) ortet ein Tarnungsmanöver: „Höhepunkt der Lächerlichkeit war und ist wohl der Punkt Darlehensstand 2019, der um unglaubliche 30 Millionen Euro angestiegen ist,“ sagt Jandl. Das als strategische Entscheidung zu erklären, sei eine unglaubliche Aussage der Bürgermeisterin, so Jandl weiter.

Fest steht, dass sich die Schuldentilgungsdauer in einem Jahr von 1,7 auf 2,6 Jahre erhöht hat.

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