438 Raserautos in Österreich bis Ende 2025 vorläufig beschlagnahmt

Insgesamt sind die Zahlen 2025 österreichweit gestiegen. Vor allem in einem Bundesland werden die meisten Raserautos eingezogen.
Ein Polizist misst mit einer Laserpistole die Geschwindigkeit eines vorbeifahrenden Autos.

In Österreich sind bis Ende 2025 bisher 438 Raserautos vorläufig beschlagnahmt worden. Seit dem 1. März 2024 dürfen Autos bei zu hoher Geschwindigkeit einbehalten und auch versteigert werden, 2024 gab es laut dem Innenministerium 171 solcher Fälle.

2025 wurden 267 Fahrzeuge an Ort und Stelle eingezogen. Mehr als 25 Prozent der 397 Verkehrstoten 2025 sind laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) auf "nicht angepasste Geschwindigkeit" als Hauptunfallursache zurückzuführen.

Wer innerorts mehr als 60 km/h und außerorts mehr als 70 km/h zu schnell fährt und erwischt wird, muss mit einer Beschlagnahme rechnen.

Wo die meisten und die wenigsten Autos eingezogen wurden

Seit der Novelle der Straßenverkehrsordnung wurden bis Ende 2025 im Bundesländervergleich mit 109 die meisten Autos in Niederösterreich eingezogen. Die wenigsten sichergestellten Raserautos gab es in Salzburg mit 17 vorläufigen Beschlagnahmungen.

Insgesamt sind die Zahlen 2025 österreichweit gestiegen, im Schnitt gab es im Monat 22 Fälle. 2024 waren es noch 17.

Der Verfassungsgerichtshof prüft derzeit, ob die Regelung verfassungswidrig ist. Zuvor hatte das Landesverwaltungsgericht Steiermark unter anderem kritisiert, der Gleichheitsgrundsatz und die Eigentumsgarantie würden dabei verletzt werden.

Einheitlicher Bußgeldkatalog gefordert

In letzter Konsequenz können Fahrzeuge auch versteigert werden. In wie vielen Fällen es tatsächlich dazu kam, konnte das Innenministerium auf APA-Anfrage nicht bekanntgeben. Das KFV geht von einem sehr geringen Teil aus und fordert einmal mehr einheitlichere Strafen für Raser.

Rund 22 Millionen Geschwindigkeitsmessungen in ganz Österreich hat das KFV im Jahr 2025 durchgeführt. Die Ergebnisse sind brisant: Bei diesen Messungen zeigte sich: 4.900 Pkw fuhren im Vorjahr um mehr als 50 km/h zu schnell, also zum Beispiel mehr als 100 km/h statt 50 km/h im Ortsgebiet.

Rund 1.800 dieser Pkw waren sogar um mehr als 60 km/h zu schnell unterwegs und 600 Pkw um mehr als 70 km/h. Besonders auffällig waren die Messungen in 30er-Zonen. Dort waren gleich 66 Prozent der Pkw zu schnell unterwegs.

Kommentare