Osterferien: Wo es staut und wo das Tanken günstiger ist
Die Oster-Reisewelle rollt an.
Zusammenfassung
- Starker Reiseverkehr zu Ostern erwartet, aber insgesamt gedämpft durch schlechtes Wetter und hohe Spritpreise; Hauptverkehr am Gründonnerstag und Karfreitag.
- Staugefahr vor allem auf Transitrouten Richtung Süden und in Skigebiete, besonders an Baustellen und Grenzübergängen.
- Tanken ist in Slowenien, Kroatien und teils Italien günstiger als in Österreich, während Ungarn und Slowakei meist keinen Preisvorteil für Ausländer bieten.
„Die Osterwoche wird zwar starken Reiseverkehr bringen, im langjährigen Vergleich aber eher gedämpft ausfallen“, prognostizieren ÖAMTC-Experten kurz vor den bevorstehenden Feiertagen: „Gegenüber dem Vorjahr etwa sind wir gute zwei Wochen früher dran, was sich erfahrungsgemäß unmittelbar auf das Verkehrsaufkommen auswirkt. Die vorerst bescheidenen Wetteraussichten und der hohe Benzinpreis werden zusätzlich die Reiselust schmälern.“
Nichtsdestotrotz ist wegen des Ferienbeginns in Österreich und dem Start in die 14-tägigen Osterferien im Großteil Deutschlands mit starkem Verkehrsaufkommen zu rechnen.
Vor allem Urlauberinnen und Urlauber aus Deutschland werden auf den Transitrouten in Richtung Adria und Gardasee für Verzögerungen sorgen, aber auch auf dem Weg in die großen, höher gelegenen Skigebiete kann es nochmal eng werden. Zusätzlich werden österreichische Ausflügler und Kurzurlauberinnen vor allem am Gründonnerstag und Karfreitag ihre Fahrten antreten, was erfahrungsgemäß zu den verkehrsreichsten Tagen über die Osterferien führen wird.
Ferien in Österreich und Deutschland
Die erste Reisewelle wird ab Freitagnachmittag (27. März) erwartet. In ganz Österreich und dem Großteil Deutschlands beginnen dann die Osterferien. Am Wochenende wird der Hauptreisetag wieder der Samstag sein.
Mit dem höchsten Verkehrsaufkommen rechnet der ÖAMTC erfahrungsgemäß am Gründonnerstag und Karfreitag. Da der Karfreitag in Deutschland ein Feiertag ist, werden viele aus Deutschland bereits in den Nachmittags- und Abendstunden des Gründonnerstags und auch noch am Karfreitag in der Früh die Fahrt in den Osterurlaub antreten.
Die Rückreise wird sich an den ersten beiden April-Wochenenden auf den Straßen niederschlagen. Zunächst werden die Österreicher bevorzugt am Ostermontag (6. April) die Heimfahrt antreten, die Deutschen am Wochenende darauf (11. bis 12. April).
In Österreich und Deutschland beginnen die Ferien gleichzeitig.
Hier wird es besonders stauen:
- A1, Grenzübergang Walserberg, Baustelle Salzburg Nord - Wallersee
- A1/A10, Großraum Salzburg
- A2, Baustellenbereiche Wöllersdorf - Wiener Neustadt, Gleisdorf Süd - Gleisdorf West, Tunnelkette Pack, Völkermarkt Ost - Griffen
- A4, Baustelle Knoten Prater – Knoten Schwechat, Grenzübergang Nickelsdorf
- A8, Grenzübergang Suben
- A9, Baustellenbereiche Tunnel Roßleithen - Gleinkerau, Mautern – Kammern, Graz Webling – Schwarzlsee, Mautstellen Bosruck und Gleinalmtunnel
- A10, Baustellenbereiche Pass Lueg – Werfen, Eben – Flachau, Mautstelle St. Michael
- A11, Mautstelle Rosenbach – Karawankentunnel
- A12, Grenzübergang Kufstein, Baustellenbereich Wörgl West Kramsach, Zu- und Abfahrten ins Zillertal (Wiesing-B181, Strass im Zillertal-B169)
- A13, Baustellenbereiche Innsbruck Süd - Zenzenhof und Luegbrücke, Mautstelle Schönberg,
- S6, Baustellen Tunnelkette Semmering, Niklasdorf – Leoben
- B169, Strass – Mayrhofen
- B171, Bereich Kufstein
- B177, gesamter Verlauf
- B179, gesamter Verlauf
- B182, gesamter Verlauf
Im Osten des Landes wird die Marillenblüte viele in die Wachau locken. Mit dichtem Verkehr ist aus dem Großraum Wien auf der Donauufer Autobahn (A22) und Stockerauer Schnellstraße (S5), sowie auf beiden Donauufern (B3, B33) zu rechnen.
Im Großraum Salzburg ist mit Tagesausflüglern aus Deutschland zu rechnen. Den freien Karfreitag nützen viele für einen Shopping-Trip über die Grenze. Sowohl am A1-Grenzübergang Walserberg, als auch an der Grenze bei Freilassing (B155) kann es zu Wartezeiten kommen.
Besser im Süden tanken
Wer den Osterurlaub in einem südlichen Nachbarland verbringt, tankt besser dort.
- Slowenien und Kroatien haben staatlich regulierte Höchstpreise, die aktuell deutlich unter den österreichischen Durchschnittspreisen liegen. „Diese Preise gelten in beiden Ländern aktuell nur abseits von Autobahnen und Schnellstraßen. Ein wirklicher Kostenvorteil ergibt sich also nur, wenn man abfährt“, so ÖAMTC-Experte Dominik Graf.
- Im Gegensatz zum üblichen Tipp, bei einer Reise nach Italien noch in Österreich zu tanken, können die italienischen Preise aufgrund einer deutlichen Steuersenkung aktuell sogar günstiger sein als jene an den heimischen Tankstellen. Es kann sich also durchaus lohnen, erst im Zielland zu tanken.
- In Ungarn und der Slowakei gelten günstigere Preise, durch staatliche Eingriffe, üblicherweise nur für Inländer. Mit österreichischem Kennzeichen zahlt man deshalb meistens einen deutlich höheren Preis, weshalb die Kostenersparnis oftmals sehr gering bleiben kann.
„Fährt man über Ostern nach Norden, ist Tschechien nach aktuellen Daten günstiger als Österreich. Fährt man nach Deutschland, tankt man dagegen besser noch im Inland, da die deutschen Preise wie üblich über jenen in Österreich liegen“, so Dominik Graf abschließend.
Kommentare