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Chronik Österreich
06/01/2021

Nur Zypern hat mehr saubere Gewässer als Österreich

Österreichs Gewässer liegen in puncto Qualität auf Platz zwei des aktuellen EU-Rankings.

von Caroline Ferstl

Dass Österreich das Land der Berge, Äcker und Dome ist, ist allseits bekannt. Dass Rot-Weiß-Rot aber auch in Sachen Badewasserqualität punktet, wird in der Bundeshymne nicht gewürdigt.

Dafür jedoch im Bericht zur Qualität der europäischen Badegewässer, der jährlich von der EU-Kommission gemeinsam mit der Europäischen Umweltagentur (EEA) veröffentlicht wird. Hier liegt Österreich an zweiter Stelle. Und das bereits zum wiederholten Male.

260 heimische Badestellen wurden im Rahmen der Erhebung untersucht, 99,6 Prozent wurden mit den höchsten Qualitätsstufen „ausgezeichnet“ oder mit „gut“ bewertet. Bei der letzten Veröffentlichung 2020 rangierte Österreich ebenfalls auf Platz zwei. Den ersten Platz belegt dem Bericht zufolge Zypern – als einziges Land, in dem 100 Prozent der Gewässer eine „ausgezeichnete“ Qualität aufweisen.

Britisches Schlusslicht

Insgesamt gibt es nur fünf EU-Ländern, in denen mehr als 95 Prozent der Badegewässer mit „ausgezeichnet“ bewertet wurden: Neben Zypern und Österreich trifft das auf Griechenland (97,1 Prozent), Malta (96,6 Prozent) und Kroatien (95,1 Prozent) zu.

Am unteren Ende der Rangfolge befinden sich das – zur Zeit der Erhebung noch zur EU gehörende – Großbritannien, wo nur 17,2 Prozent der Gewässer die höchste Qualität erreichten. Davor liegen Polen (22,1 Prozent) und die Slowakei (56,3 Prozent).

Insgesamt erhielten 82,8 Prozent der untersuchten Gewässer in der EU das Prädikat „ausgezeichnet“.

Stetige Verbesserung

Als Qualitätskriterium wurden die Gewässer auf Bakterien wie intestinale Enterokokken und Escherichia coli untersucht, die vor allem von Abwässern und aus der Landwirtschaft herrühren und Krankheiten hervorrufen können. Insgesamt habe sich die Qualität der europäischen Gewässer in den vergangenen 40 Jahren stark verbessert, heißt es im Bericht.

Bundesministerin Elisabeth Köstinger sieht in dem Stockerlplatz eine Bestätigung der heimischen Wasserschutzmaßnahmen: „Wir investieren viel Geld in Schutz und Ökologisierung unserer Gewässer. Unser Ziel ist die Goldmedaille.“

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