Nach Rückruf: Land NÖ prüft Babynahrung auf Giftstoff
In den vergangenen Wochen haben mehrere Hersteller weltweit Säuglingsnahrung zurückgerufen. Die betroffenen Produkte wurden vorsorglich aus den Regalen entfernt, da sie den Giftstoff Cereulid enthalten könnten. Dabei handelt es sich um ein hitzebeständiges Toxin, das von Bakterien der Art Bacillus cereus gebildet wird und nach dem Verzehr Übelkeit, Magenschmerzen und Erbrechen auslösen kann.
Die Symptome treten 30 Minuten bis zu sechs Stunden nach dem Verzehr auf. Bei Verdacht auf eine Vergiftung raten Fachleute, dringend einen Kinderarzt aufzusuchen. Betroffen sind Produkte der Nestlé-Marken Alfamino, BEBA und Guigoz sowie Aptamil von Danone. Die zurückgerufenen Chargen können online unter anderem auf der Website der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) nachgelesen werden.
15 Extraproben
Nun reagiert das Land Niederösterreich auf die Kontaminierung der Babyprodukte, wie Susanne Rosenkranz (FPÖ) berichtet. Zwar seien laut bisherigen Unterlagen in NÖ keine verunreinigten Produkte im Umlauf, dennoch habe das Land entsprechende Kontrollen priorisiert. So werden eigentlich für den Frühling geplante Routineuntersuchungen vorgezogen. 15 Extraproben sollen im Rahmen der Sonderprüfung analysiert werden.
Lebensmittelsicherheit stehe dabei an erster Stelle, so Rosenkranz. Ziel sei es, klarzustellen, welche Produkte gefährlich sind und welche unbedenklich verzehrt werden können, "damit die Leute wissen, woran sie sind". Grund zur Panik gebe es laut der Landesrätin jedoch nicht.
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