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Chronik Österreich
11/04/2019

Nach Diebstahl von Statue in Rom: Österreicher bekannte sich zur Tat

Der Mann bezeichnet sich als Lebensschutzaktivist. Die indigene Figur einer schwangeren Frau habe gegen das Erste Gebot verstoßen.

Nach dem Diebstahl indigener Holzfiguren aus einer Kirche in Rom während der jüngsten Amazonien-Synode von 6. bis 27. Oktober hat sich am Montag ein Lebensschutzaktivist aus Österreich zu der Tat bekannt.

Er habe die Figuren, die kniende schwangere Frauen darstellen, vor zwei Wochen in den Tiber-Fluss geworden, sagte der Wiener laut der  Katholischen Presseagentur Kathpress in einem am Montag von ihm veröffentlichten Bekenner-Video.

Mit der Aufstellung der „Kultbilder“ in der unweit des Vatikan gelegenen Kirche Santa Maria in Traspontina sei aus seiner Sicht gegen das Erste Gebot („Du sollst den Herrn, deinen Gott anbeten und ihm dienen“) verstoßen worden, so der Aktivist. Er habe die Figuren aus der Kirche entfernen wollen, um zu zeigen, dass es Laien gebe, die derartige Dinge nicht länger akzeptierten.

Der Wiener ist laut Kathpress Student und in Österreich und Deutschland in Lebensschutzbewegungen aktiv.

Figuren sorgten für Kontroversen

Der Diebstahl der Holzfiguren, die mit anderen symbolischen Gegenständen indigener Alltagskultur in der Kirche aufgebaut waren, hatte in der letzten Synodenwoche für großes Aufsehen gesorgt. Papst Franziskus bat diejenigen, die sich durch die Tat verletzt fühlten, um Verzeihung. Auch Kardinal Christoph Schönborn bezeichnete den Diebstahl als „skandalös und empörend“.

Er selbst sei während der Beratungen in der Synodenaula unmittelbar gegenüber einer indigenen Statue gesessen, die eine schwangere Frau zeigt. Die Statue sei für ihn Ausdruck für die Sensibilität der Indigenen für die Heiligkeit des Lebens, für die sich die katholische Kirche dezidiert einsetze, erklärte der Kardinal, und sagte: „Wer 'pro life' ist, sollte in dieser Statue ein deutliches Zeichen für das Leben sehen.“ Selbst wenn man sich durch die Statue einer nackten schwangeren Frau provoziert fühle, sei das noch lange keine Rechtfertigung, sie in den Fluss zu werfen.

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