In jeder dritten Packung: Keime in Mozzarella-Minis gefunden
Mozzarella-Bällchen sind mittlerweile beliebte Snacks für zwischendurch und landen auch oft als Topping auf Salaten. Die Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) hat 13 Produkte analysiert. In mehr als jeder dritten Packung wurden Keime gefunden, so das am Mittwoch veröffentlichte Ergebnis. Ausgerechnet das teuerste Produkt war sogar für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet, hieß es in der Aussendung.
Mozzarella-Bällchen: Produkt wies gravierende Mängel auf
Die Käse-Minis wurden am Ende ihrer Mindesthaltbarkeit mikrobiologisch und sensorisch untersucht. Acht Produkte erhielten ein einwandfreies Zeugnis. Bei vier Produkten wurden aber Richtwertüberschreitungen bei Verderbniserregern wie Hefen oder Pseudomonaden festgestellt. Daher lautete für sie das Urteil "wertgemindert".
Eine Packung Mozzarella-Minis wies so gravierende Mängel auf, dass sie von den Testern als "nicht sicher" bzw. "nicht für den menschlichen Verzehr geeignet" eingestuft wurde. Die deutliche Überschreitung der Warnwerte für Hygiene-Indikatoren (Enterobakterien) sowie auch die über dem Richtwert liegende Anzahl an Hefen und Pseudomonaden "deutet auf erhebliche Hygienemängel bzw. Fehler bei der Herstellung oder Lagerung hin", so die AK OÖ.
Aufgeblähte Packungen deuten auf Mängel hin
Krankmachende Keime wie Salmonellen oder Listerien seien nicht gefunden worden. Einwandfreie Mozzarella-Minis gibt es ab 1,03 Euro pro 100 Gramm. Am anderen Ende der Skala lag der Testverlierer. Dieses Produkt kostet 1,99 Euro pro 100 Gramm.
Bei vier Produkten stimmte das genannte Abtropfgewicht nicht mit dem tatsächlichen Gewicht überein - je nach Produkt fehlten zwischen zehn und 22 Prozent. Mozzarella verdirbt leicht und sollte schnell nach Hause transportiert werden.
Da die Haltbarkeitsangaben oft zu knapp bemessen seien, rät die AK OÖ, die kleinen Kugeln im Voraus auf Geruch, Aussehen und Geschmack zu prüfen. Auch aufgeblähte Packungen deuten auf Mängel hin.
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