Superfood Kimchi: Laut Testern nur bedingt empfehlenswert
Zusammenfassung
- Nur drei von 13 getesteten Kimchi-Produkten enthalten gesundheitsfördernde Milchsäurebakterien.
- Acht Produkte erhielten ein gutes, fünf ein durchschnittliches Gesamturteil; Importware schnitt nicht besser ab als europäische.
- Die meisten Kimchi sind stark verarbeitet, und bei hohem Salzgehalt wird zu kleineren Portionen geraten.
Kimchi nennt man in der koreanischen Küche fermentiertes Gemüse. Die bei fachgerechter Herstellung entstehenden Milchsäurebakterien haben eine positive Wirkung auf die Darmflora, Kimchi gilt deswegen wohl zu Recht als "Superfood". Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat nun 13 handelsübliche Erzeugnisse auf die erwartete gesundheitsfördernde Wirkung getestet. Milchsäurebakterien waren aber nur in drei unpasteurisierten Produkten enthalten.
Immerhin: Es wurde keine Belastung durch Schwermetalle festgestellt. Acht Kimchi schnitten geschmacklich gut ab. Allerdings über- oder unterschritten einige den vorgegebenen Standard an Salz- oder Säuregehalt. Importware wurde nicht besser bewertet als europäische.
Acht gute, fünf durchschnittliche Noten
Acht Produkte erhielten ein gutes Gesamturteil, fünf ein durchschnittliches. Die drei Erstplatzierten sind die einzigen Kimchi, die gesundheitsfördernde Milchsäurebakterien enthalten. Sie stammen aus einem Bio-Supermarkt, von Billa und einem Spezialitätengeschäft.
Beim Nutri-Score, der die Nährstoffzusammensetzung beurteilt, schafften die Produkte von Spar und Oriental Kimchi die Top-Bewertung A, für KoRo wurde B ermittelt. Die meisten Erzeugnisse kamen auf C. Fazit der Tester: Wer bei seiner Ernährung aus gesundheitlichen Gründen auf den Salzgehalt achten muss, sollte eher kleinere Portionen konsumieren.
Beim Verarbeitungsgrad (NOVA) kamen fast alle Produkte auf die Klassifikation 3. Drei Erzeugnisse erhielten wegen Geschmacksverstärkern oder Süßungsmitteln sogar NOVA 4, womit sie als "sehr hoch verarbeitet" zu klassifizieren seien, so der VKI.
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