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Chronik Österreich
02/27/2020

Keine "bsoffene Gschicht": Professionelle Weindiebe in Europa am Werk

Kriminalamt schließt Zusammenhang zwischen neuestem Coup in Dänemark, drei Taten in Österreich und weiteren in Frankreich und Großbritannien nicht aus.

Vor einem knappen Jahr sind in Österreich an drei unterschiedlichen Orten extrem teure Weine gestohlen worden. Der Gesamtschaden wird vom Bundeskriminalamt (BK) mit 500.000 Euro taxiert. Ähnliche Fälle gab es auch in Frankreich, Großbritannien und erst vor wenigen Tagen in Dänemark. Ein Zusammenhang wird vom BK, das von hoch professionellen Täter spricht, nicht ausgeschlossen.

In Österreich erfolgten die Einbrüche im Juni des Vorjahres zuerst bei einer Privatperson in Graz, dann in einem Restaurant in Wien und anschließend in einem Hotel-Restaurant in Vorarlberg. "Die Täter haben hierzulande insgesamt 90 hochpreisige Weine allesamt vom Weingut Romanee Conti gestohlen. Sie gingen hoch professionell vor", sagte BK-Sprecher Vincenz Kriegs-Au am Donnerstag zur APA.

Alleine die teuerste in Österreich gestohlene Flasche hat einen Wert von 17.000 Euro. "Wir gehen trotz unterschiedlicher Einbruchsmethoden von einer Tätergruppe aus."

Weil die Örtlichkeiten gezielt ausgesucht wurden, vermuten die heimischen Ermittler professionelle Täter. Die Kriminellen nahmen nur die teuersten Weine mit, "billige" ließen sie zurück. Zudem wurden wenige Spuren hinterlassen. Die Flaschen sind allesamt individuell nummeriert. Das BK ersuchte um Hinweise.

135.000 Euro 

In Dänemark wurden erst in der Nacht auf Sonntag teure Weine im Gesamtwert von umgerechnet rund 135.000 Euro gestohlen, wie die dortige Polizei bestätigt hatte. Die Diebe hätten es explizit auf die seltenen Weine mit hohem Marktwert abgesehen gehabt, sagten die Inhaber des Lokals in Kopenhagen. Es handle sich um eine unersetzliche Sammlung, deren Aufbau Jahre gedauert habe. Gestohlen wurden dort an die 60 Flaschen.

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